Wie Sie mit LinkedIn zur Personal Brand werden

Von Stephanie Peter, veröffentlicht am 21.04.2020
Tablet mit LinkedIn-Seite

Rund 14 Mio. Menschen in Deutschland nutzen mittlerweile LinkedIn. Das sind nur noch 3 Mio. weniger als die 17 Mio. Xing-User. Und von denen sind allerdings nur 2 Mio. wöchentlich aktiv. Weltweit hat LinkedIn sogar 675 Mio. Nutzer. Sie sehen schon den Vorteil: Mit LinkedIn können Sie sich auch mit internationalen Kontakten vernetzen, was in einer immer globalisierteren Zeit mit vielen Geschäftskontakten auf der ganzen Welt ein klarer Benefit ist. Wahrscheinlich einer der Gründe, warum viele bei beiden Netzwerken vertreten sind.

Die LinkedIn Nutzerzahlen stiegen zuletzt stark an und untermauern somit die Relevanz des Netzwerks. In den vergangenen zwei Jahren ist das Business-Netzwerk persönlicher, interaktiver und vielfältiger geworden. Zudem sind die LinkedIn Sessions um 25% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und die positive Entwicklung an Interaktionen ist rekordverdächtig. Die Plattform bleibt weiterhin ein berufliches Netzwerk, aber die Nutzer werden immer aktiver.

Um das noch zu fördern, arbeitet auch LinkedIn laut FutureBiz wohl gerade an einem Story-Format, wie es auch schon von Instagram, Facebook oder WhatsApp bekannt ist. Die Hoffnung dahinter: Noch mehr Interaktionen, noch mehr Kontakte und vor allem mehr Inhalte aus dem „Backstage“ – Stichwort: Zeigt uns doch mal eure Kaffeepause. Ob das wirklich funktioniert, wird sich zeigen. Deutlich wird dennoch: LinkedIn versucht immer neue Anreize zu liefern, um die Interaktion noch zu fördern und neueste Trends mitzumachen. Es bleibt also spannend.

LinkedIn kann, genau wie Xing auch, als Privatperson genauso genutzt werden, genauso als Unternehmen, um Neuigkeiten zu teilen und auf sich aufmerksam zu machen. Mittlerweile haben 30 Mio. Unternehmen ein LinkedIn Profil. „Die Kombination aus Unternehmensauftritt und persönlichem Account macht den Reiz und die Stärke von LinkedIn aus.“

Inhalte auf LinkedIn

Bei LinkedIn gibt es, wie bei sozialen Netzwerken üblich, die Möglichkeit zum Posten und Teilen von Beiträgen oder Links. Es kann kommentiert und geliked werden und auch Hashtags finden eine Verwendung. Zusätzlich können bei LinkedIn aber sogar plattformintern Blogbeiträge, sogenannte LinkedIn Articles veröffentlicht werden.

LinkedIn ist ganz klar ein Empfehlungsnetzwerk und der Algorithmus setzt viel auf Shares und Interaktionen. Als User sehen Sie daher in Ihrem Feed viele Artikel und Beiträge, die von Ihren Kontakten geliked oder kommentiert wurden, da diese möglicherweise auch für Sie interessant sein könnten.
Eins ist bei LinkedIn allerdings klar zu bedenken: Es handelt sich um ein Business-Netzwerk und daher geht es bei geteilten Beiträgen weniger um Reichweite, als darum die richtigen Personen oder Unternehmen mit Ihren Inhalten zu erreichen. Die Inhalte sollen potenzielle Mitarbeiter, Kunden oder Business-Partner erreichen und so dafür sorgen, dass sie auf sich aufmerksam machen.

Für LinkedIn gilt: Sprich über deine beruflichen Erfolge! Das mag sich im ersten Moment komisch anfühlen, wir kennen das aus Bewerbungsanschreiben. Bei LinkedIn allerdings können Sie ruhig selbstbewusst auftreten. Sie haben einen Blogartikel verfasst? Posten! Ihr Unternehmen hat eine Auszeichnung gewonnen: Teilen! Sie haben eine interessante Info für Personen, die in der gleichen Branche oder Position arbeiten: Share!
So füllt sich der LinkedIn Feed durch viele News und mittlerweile finden sich dort wirklich spannende Artikel und Beiträge, die Ihnen auch im Arbeitsalltag weiterhelfen können.

Außerdem können Sie Kontakte pflegen und so Ihr berufliches Netzwerk stärken und erweitern. Sehen andere User in ähnlichen Positionen wie Sie, was Sie alles beruflich erreichen und welches Know-How Sie haben, ist das nächste Jobangebot vielleicht nicht mehr weit entfernt. LinkedIn zählt weltweit zu einem der erfolgreichsten Job-Portale. Also wann immer es etwas zu sagen gibt, was mit dem Job zu tun hat, bei LinkedIn ist es richtig aufgehoben.

Unternehmensprofile bei LinkedIn

Auch Unternehmen können bei LinkedIn auf sich aufmerksam machen und ihre Arbeitgebermarke stärken. Wichtig ist dabei das Unternehmensprofil genau auszufüllen und dabei vor allem auf Vollständigkeit zu achten, denn: „Vollständige Unternehmensprofile erhalten pro Woche 30% mehr Aufrufe."

Die folgenden Informationen dürfen daher laut LinkedIn auf einem Unternehmensprofil nicht fehlen:

  • „Übersicht“: Hier sollten Sie mit relevanten Begriffen die Kernkompetenzen Ihres Unternehmens beschreiben.
  • Logo: Fügen Sie in jedem Fall ein Logo ein, das verschafft Glaubwürdigkeit und wirkt professionell.
  • „Unternehmensinfo“: Bei der Unternehmensinfo können Sie die Homepage des Unternehmens angeben, sowie die Unternehmensgröße, Standort und Branche. Alles wichtige Informationen für potenzielle Mitarbeiter oder Kunden.

Sind diese Informationen alle angegeben, ist das für Profilbesucher auch ein Zeichen, dass es sich wirklich um ein Profil des Unternehmens handelt und nicht um einen Fake.

Unternehmen haben in dem Business-Netzwerk zudem die Möglichkeit eine Fokus-Seite zu erstellen. Darin können sie besondere Geschäftsbereiche oder Marken näher vorstellen. Das ist perfekt, um spezielle Zielgruppen zu erreichen oder sich für einen bestimmten Bereich als Experte herauszustellen.
Auch für LinkedIn sollten Unternehmen einen Redaktionsplan erstellen und sich darüber Gedanken machen, welche Inhalte Sie veröffentlichen wollen. Wöchentliche Updates bringen laut eigener Aussage des Netzwerks bis zu zwei Mal mehr Engagement. Das mache potenzielle Bewerber auf Sie aufmerksam. Vor allem besteht dann sogar die Möglichkeit, dass Ihre Mitarbeiter gerne Ihre Beiträge teilen und so die Reichweite noch erhöhen.

Beiträge bei LinkedIn

Für Beiträge bei LinkedIn gilt sowohl für Unternehmen, als auch für Privatpersonen:
Verwenden Sie möglichst immer ein Bild, einen Link oder ein Video. Die Anzahl an Kommentaren ist dann in der Regel doppelt so hoch wie bei reinen Textpostings.
Extra-Tipp von LinkedIn für Unternehmen: Besonders mit Bildcollagen können gute Ergebnisse erzielt werden.
Privatpersonen haben meist mehr Reichweite als Unternehmen. Das können Sie sich bei LinkedIn zunutze machen, indem Sie als Firma Beiträge Ihrer Mitarbeiter teilen. Für alle User besteht zudem natürlich die Möglichkeit Beiträge zu teilen, in denen Sie erwähnt wurden.

Schon registriert?

Die Zahlen zeigen es deutlich: LinkedIn ist mehr und mehr auf dem Vormarsch. Gerade in Branchen, wie (Online-)Marketing, Kommunikation, HR und Sales sowie als Selbstständiger oder Startup ist das Netzwerk ein nicht zu unterschätzendes Instrument, um Kontakte zu pflegen und das berufliche Umfeld auszubauen. Auch LinkedIn selbst schläft nicht und entwickelt immer neue Features und Formate, sowohl für Unternehmen als auch private Nutzer. Das macht die Plattform spannend und lässt viel Spielraum zum Austesten.

LinkedIn kann nicht nur helfen sich selbst zur Marke zur machen, sondern ist auch eine gute Gelegenheit, sich weiterzubilden. Täglich erscheinen viele neue LinkedIn Articles und Empfehlungen von Kontakten. So bleiben Sie immer über die neuesten Entwicklungen der Branche informiert und können sich vielleicht auch irgendwann mal im „echten Leben“ auf einem Event austauschen, welches Sie bei LinkedIn entdeckt haben.
Also: Worauf warten Sie noch?

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Stephanie Peter

ist Content Managerin in einem Verband für die Möbelindustrie. Nach zwei Jahren als Social Media Managerin bei der Dr. Wolff Gruppe, widmet sie sich nun neuen Herauforderungen. Zuvor studierte sie Medienkommunikation & Journalismus (BA) sowie Crossmedia & Communication Management (MA) in Bielefeld. Währenddessen war sie als Aushilfe als Redaktionsassistentin bei Radio Bielefeld und in der Digitalabteilung von ams - Radio und MediaSolutions tätig. Ihr Interesse gilt vor allem der Presse- und PR-Arbeit und allen Trends rund um soziale Netzwerke.