Werbung bei Instagram erfolgreich schalten

Von Barbara Kawa, veröffentlicht am 22.06.2016
Smartphone mit Instagram Oberfläche

Die Foto-Plattform Instagram liegt immer noch in der Beliebtheit und im Nutzerzuwachs weit vorne. Wer Werbung in sozialen Netzwerken machen möchte, sollte in Betracht ziehen, die Anzeige auch bei Instagram zu platzieren.

Besonders wenn das Produkt visuell gut präsentiert werden kann, starke Produktfotos vorhanden sind und eine junge Zielgruppe angesprochen werden soll. Als Unternehmen müssen Sie hierfür nicht unbedingt bei Instagram vertreten sein. Eine Buchung über den Werbeanzeigenmanager von Facebook ist möglich, da die Plattform zur Facebook-Familie gehört. Eine Facebook-Seite Ihrer Marke oder Ihres Produktes ist allerdings Voraussetzung, da diese in der Instagram-Anzeige als Absender angezeigt wird.

Was spricht für Werbung auf Instagram?

Bei Instagram ist wie gesagt viel los. Rund 95 Millionen Fotos oder Videos werden dort täglich gepostet, Tendenz steigend. Nutzer sind hier sehr aktiv: Sie liken die Fotos, kommentieren sie, zeigen sie ihren Freunden oder verschicken sie als Nachricht.

Die Interaktionsrate ist um ein Vielfaches höher als bei Facebook. Außerdem beschäftigen sich die User mit den Fotos bei Instagram länger als sie einem überfrachteten Stream bei Facebook ihre Aufmerksamkeit schenken.

Interessant ist außerdem, dass Produktfotos – die ja häufig als No-Go gesehen werden – bei Instagram und den Nutzern funktionieren. Ist das Produkt richtig in Szene gesetzt und auf einem qualitativ hochwertigen Foto zu sehen, dann erreicht es die User. Bei einer Untersuchung der erfolgreichsten Instagram-Posts von Unternehmen kam heraus: 65 % der erfolgreichsten Bilder sind Produktfotos. Beste Voraussetzungen also für Ihre Werbeanzeige.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Zielgruppen-Auswahl. Genau wie beim Buchen von Facebook-Werbung, kann vor dem Schalten der Anzeige ausgewählt werden, an welche Nutzer sie ausgespielt werden soll. Hierbei können Sie nach Ort, Alter, Geschlecht oder auch Interessen filtern. Ein Streuverlust wird so stark minimiert.

Auch die Auswertung der Anzeige ist genauso komfortabel wie bei Facebook möglich. Die Statistiken stehen ab dem Moment der Veröffentlichung bereit und liefern Informationen über Reichweite, Klicks usw. So können Sie schnell kontrollieren, wie erfolgreich Ihre Aktivitäten sind und evtl. Anpassungen vornehmen.

Worauf kommt es bei der Gestaltung an?

Die Qualität der Bilder ist das A und O bei Instagram. Deshalb sollten für Anzeigen unbedingt ansprechende, eigene Fotos benutzt werden und auf keinen Fall Stockfotos aus Fotodatenbanken. Es ist hilfreich sich einen Account bei Instagram anzulegen (das kann auch ein privater Account sein) und durch die verschiedensten Themen zu surfen. So lernen Sie die ganz eigene Bildsprache von erfolgreichen Posts kennen und können schauen, wie Sie Ihr Produkt am besten aufmerksamkeitsstark darstellen.

Empfehlenswert ist es, das Instagram-typische quadratische Format zu nutzen. Zwar sind auch Quer- oder Hochformate zugelassen, das Quadrat fügt sich aber am besten in den Feed der User ein und zeigt, dass sich das Unternehmen mit der Plattform auseinandergesetzt hat.
Ein weiteres mögliches Format ist das Karussell-Format („Carousel-Ad“), bei dem mehrere Fotos eingestellt werden und der User diese per Pfeil am Bildrand durchklicken kann. Außerdem können für Anzeigen auch kurze Videos eingesetzt werden.

Eine Instagram-Werbeanzeige sieht grundsätzlich aus wie jedes andere Posting auch, gekennzeichnet wird sie nur durch das Wort „Gesponsert“ oben rechts. So stört die meiste Werbung den User beim Nutzen der Foto-Plattform nicht. Er surft darüber hinweg, wenn sie ihn nicht interessiert oder – im besten Fall – bleibt er hängen und klickt sie an. Unter der Anzeige kann ein Call-To-Action-Button eingefügt werden, wie z.B. „Mehr dazu“.

Instagram funktioniert, wie im letzten Artikel genauer beschrieben, über den Einsatz von Hashtags, also Schlagworten. Setzen Sie diese auch beim kurzen Text (maximal 300 Zeichen) Ihrer Anzeige ein. Schauen Sie im Vorfeld, welche Hashtags es zu Ihrem Produkt gibt und welche häufig verwendeten Instagram-Hahstags auch zu Ihnen passen. Sinnvoll ist es die Hashtags, die verwendet werden sollen, bei Instagram einzugeben um zu überprüfen, ob sie nicht bereits in einem komplett anderen Zusammenhang genutzt werden. So werden falsche Zuordnungen vermieden.

Neugier nutzen

Grundsätzlich gilt es wie immer Produkt und Kunde erfolgreich zusammenzubringen. Dabei muss das Produkt authentisch und frisch präsentiert werden, der Konsument muss sich angesprochen fühlen. Und zwar in seiner aktuellen Situation und Stimmung. Surft er bei Instagram, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er gerade ein paar Minuten Zeit hat, um neue Sachen zu entdecken. Machen Sie sich diese Neugier zu Nutze.

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Barbara Kawa

ist Online-Redakteurin und Social Media Managerin bei ams - Radio und MediaSolutions und beschäftigt sich mit allen Themen im und rund ums Web.