Welche Möglichkeiten bietet LinkedIn für Unternehmen?

Von Amélie Förster, veröffentlicht am 23.02.2021
Mann tippt auf Tastatur

Was ist LinkedIn?

Personal-Branding und Mitarbeiter-Suche – das geht mit LinkedIn, dem amerikanischen Pendant zu Xing sehr gut. Und mal wieder scheint die amerikanische Variante der europäischen Version den Rang abzulaufen. Der Grund? Das Netzwerk ist noch relativ jung, mobil besser zu bedienen und es wächst. Knapp die Hälfte aller Millenials weltweit ist aktuell auf der 2002 gegründeten Plattform unterwegs. Für Unternehmen sind allerdings auch die Unternehmens-Seiten wichtig. Und auch diese schauen wir uns heute genauer an, denn: Es ist gar nicht so einfach.

Wir wären nicht Marketing in Westfalen, wenn wir nicht erst einmal genauer hinschauen würden: Für welche Bereiche des Marketings eignet sich die Plattform? Neben Personal-Branding, das wir uns bereits im Beitrag „Wie Sie mit LinkedIn zur Personal Brand werden“ angesehen haben, geht es bei LinkedIn auch um das B2B-Marketing. Dazu hat das Netzwerk die LinkedIn Marketing Solutions eingeführt, mit dem Anzeigen Zielgruppen-gerecht geschaltet werden können. Ob NativeAds um Fachkräfte zu finden oder durch Leadgenerierung. Mit LinkedIn gibt es diverse Möglichkeiten die richtige Zielgruppe zu finden. Aber da ist noch mehr.

Ihr Unternehmen bei LinkedIn

Haben Sie bereits einen Account bei LinkedIn? Haben Sie dort mal nach ihrem Unternehmen gesucht? Das lohnt sich! Denn häufig sind ihre Mitarbeiter schon vor Ihnen da und haben Sie als Arbeitgeber angegeben. Automatisch erstellt LinkedIn dann eine Unternehmensseite, die in vielen Fällen falsche Informationen enthält. Ganz schön ärgerlich, wenn potenzielle Mitarbeiter das Netzwerk nutzen, um sich dort über ihr Unternehmen zu informieren. Sie sollten also Ihre Unternehmensseiten prüfen und zumindest mit den wichtigsten Infos füllen und sich die Rechte für diese Seite sichern. Denn auch das können nicht autorisierte Personen einfach so machen und dort unter Umständen falsche Informationen veröffentlichen.
Sollten Sie mehrere Seiten/Marken besitzen, ist es sinnvoll ein bis zwei Admins aus der Kommunikationsunit zu benennen, die die Seiten verwalten und ggf. Änderungen direkt übertragen können.

Gehen wir mal davon aus, die Seite ist gesichert, die Informationen sind aktualisiert. Man sollte sich regelmäßig bei LinkedIn einloggen, um zu prüfen, ob neue Mitarbeiter hinzugekommen sind, ggf. aktuelle Mitarbeiter kontaktieren sich mit der neuen Unternehmensseite zu verbinden (Stichwort: Interne Kommunikation) und dort auch aktuelle Inhalte teilen. Dafür eignen sich besonders, Stellenanzeigen, erlangte Preise, besondere Angebote, Innovative Inhalte oder auch – falls vorhanden – Inhalte aus dem Unternehmensblog, wenn es denn Linkposts sein sollen. 

Gibt es dabei Probleme? Wer kennt das Ärgernis nicht: man postet einen Beitrag und zack, das Bild ist kaputt, das Thumbnail wird nicht richtig gezogen. Ähnlich wie bei Facebook gibt es auch bei LinkedIn einen „Debugger“. Der sogenannte Post-Inspector repariert Links und Thumbnails. Einfach den gewünschten Link einfügen, „Inspect“ anklicken und wie von Zauberhand ist der Link repariert. Sollte dies nicht funktionieren, sollten Sie die Einstellungen Ihrer Website genauer prüfen, möglicherweise wird kein Vorschaubild ausgeliefert.

Neben klassischen Link-Posts eignen sich natürlich auch Kombinationen aus Bild- und Textposts, z.B. saisonale Inhalte oder auch Mitarbeitervorstellungen. Dabei sollte das Bildmaterial besonders gut sein und die Inhalte für die Zielgruppe relevant. Idealerweise machen Sie sich vor dem Erstellen der Unternehmensseite Gedanken, für wen Sie hier Inhalte bereitstellen wollen. Außerdem ist es sinnvoll für die Mitarbeiter, die sich mit der Unternehmensseite verbinden, eine Netiquette für das Verhalten und die Kommunikation im Netzwerk LinkedIn festzulegen.

Sollten Unternehmen sich bewusst bei LinkedIn positionieren?

Ist es also sinnvoll, sich als Unternehmen bei LinkedIn zu präsentieren? Ja – und Nein! Sinnvoll ist es allemal zu prüfen, ob es die beschriebenen Unternehmensseiten bereits gibt und diese ggf. mit unternehmenseigenen Informationen zu füllen und die angegebenen Inhalte zu prüfen und sich außerdem einen Überblick zu verschaffen, wie sich die Mitarbeiter des Unternehmens auf der Plattform präsentieren, wenn sie sich mit ihrem Unternehmen verbunden haben. Idealerweise pflegen Sie das Profil regelmäßig, dies hängt aber natürlich stark von der Men-Power Ihres Unternehmens ab.

Hilfreich ist es, direkt zu Beginn einen Redaktionsplan zu erstellen, der vorsieht, wann welche Inhalte auf LinkedIn verwendet werden sollten. So bleibt das Arbeitsaufkommen möglichst gering. Und: Mitdenken hilft! Sensibilisieren Sie die Mitarbeiter unterschiedlicher Bereiche für das Netzwerk. Wird ein neuer Mitarbeiter gesucht? Haben Sie mit Ihrem Unternehmen einen Preis gewonnen? Solche Inhalte sind bei LinkedIn richtig aufgehoben.

Und jetzt: Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Amélie Förster

hat bei verschiedenen Online-Medien gearbeitet und ist ausgebildete Online-Redakteurin. Seit Juli 2018 ist sie bei ams – Radio und MediaSolutions als Online-Redakteurin tätig und betreut das Projekt „Marketing in Westfalen“. Sie ist seit 1998 online, interessiert sich für Social Media, Blogs, Streaming und digitale Technologien aller Art.