Was kostet Radiowerbung in Ostwestfalen?

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 19.01.2017
Bild eines Radios im Retro-Look vor einer türkis gestrichenen Wand.

Wer als Unternehmer oder Marketingverantwortlicher Funkwerbung in der Region Ostwestfalen schalten möchte, kann sich freuen: Denn nicht überall kann man regionale bzw. lokale Radiowerbung buchen.

Nordrhein-Westfalen bildet hier bundesweit eine Ausnahme. Nun könnte man vermuten, dass grundsätzlich der Kunde mehr bezahlen muss, je mehr Hörer ein Sender in seinem Sendegebiet vorweisen kann.

Aber so einfach ist es dann doch nicht. Zwar sind die Preise bei Sendern mit größerer Reichweite und mehr Hörern höher, wenn man die absoluten Kosten betrachtet.

Jedoch ist der Tausenderkontaktpreis (TKP) deutlich günstiger. Wie genau wird das gerechnet?

Bei der Radiowerbung zahlt der Kunde pro Werbesekunde.

Am Beispiel Radio Gütersloh sind das im Durchschnitt 5,83 €* – wenn der Spot zwischen 6 und 18 Uhr ausgestrahlt wird.

  • Bei einem Funkspot, der 20 Sekunden lang ist, kostet die einmalige Ausstrahlung eines Spots 116,60 €.
  • Für eine Wochen-Kampagne mit 30 Spots (um zum Beispiel einen Tag der offenen Tür zu bewerben), bezahlt der Kunde 2.005,40 € (Paketpreis).
  • Mit dieser Kampagne erreicht der Kunde 953.000 Kontakte! Radio Gütersloh erreicht am Tag 148.000 Menschen im Kreis Gütersloh**.

In den Morgenstunden von 7 bis 9 Uhr sind es 74.000 und im Durchschnitt zwischen 6 bis 18 Uhr 53.000 Hörer. Das bedeutet, der Kunden zahlt 2,10 €, um 1.000 Kontakte mit seiner Werbebotschaft zu erreichen.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche TKP im deutschen TV lag 2016 bei 16,96 € (Anmerkung: TKP= Schaltkosten x 1.000 / Anzahl Kontakte mit der Werbebotschaft)

Ich würde sagen, eine Radiokampagne bei Radio Gütersloh ist vergleichsweise günstig.

Wie entstehen diese Preise und wann erfolgt eine Preiserhöhung?

In erster Linie orientieren sich die Sekundenpreise an der Anzahl der Hörer. Weitere Faktoren sind die Kosten, die der Sender für den Sendebetrieb, etc. veranschlagt, die Mitbewerber und das Kosten-Leistungsverhältnis, der Tausend-Kontakt-Preis.

Wenn die Hörerschaft steigt, ist davon auszugehen, dass der Sender, bzw. der Vermarkter die Preise im kommenden Jahr erhöht. Die Erhöhung wird nicht zwangsläufig so hoch ausfallen wie der Leistungszuwachs, denn die Effizienz im Vergleich zu anderen Sendern ist ein wichtiges Parameter bei der Preisgestaltung.

Aber vergleichen wir doch mal mit einem anderen Segment, dass jedes Jahr die Preise erhöht. Die Automobilindustrie erhöht jährlich die Preise der Autos um ca. 1,5 bis 3% je nach Marke und Modell. Diese Branche erhöht die Preise, weil z. B. die Lohnkosten steigen, die Zulieferer teurer werden, aber mehr Auto erhält man im Zweifelsfall nicht.

Bei der Funkwerbung ist das anders.

Wenn die Preise steigen, erhalten Sie auch mehr für ihr Geld – mehr Hörer!

Gibt es auch einen Grund die Preise zu senken?

Gehen die Quoten – also die Hörer – runter, dann gibt es auch schon mal Sender, die ihre Preise reduzieren, damit das Kosten-Leistungsverhältnis noch attraktiv ist. Aber ganz ehrlich: Egal ob ein paar Prozente mehr oder weniger. Radiowerbung ist und bleibt im wahrsten Wortsinn preiswert!

Wenn Sie nach diesen Informationen konkret Interesse an lokaler Radiowerbung in Ostwestfalen haben, wenden Sie sich an den Vermarkter der Lokalradios in OWL und im Kreis Warendorf, ams Radio-  und MediaSolutions.


*(Quelle: Radio Expert MA 2016/I)

**(Quelle: EMA 2016/II)

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.