Vor- und Nachteile von Radiowerbung

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 30.11.2015
Radio auf braunem Tisch mit türkisem Hindergrund

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Radiowerbung eine Menge zu bieten hat. Für viele von uns ist der Hörfunk das Medium schlechthin, um in den Tag zu starten.

Das Radio wird gerne als Wecker benutzt, die gut gelaunten Morgenmoderatoren begleiten uns on Air beim Kaffee kochen, Zähne putzen und während der Autofahrt zum Arbeitsplatz.

Doch auch im weiteren Verlauf des Tages leistet uns das Radio Gesellschaft, zum Beispiel beim Bügeln oder während wir das Gemüse fürs Abendbrot schnibbeln.

Mit am schwersten wiegt, dass auch beim Weg zum Einkaufen in vielen Fällen das Autoradio läuft. Hörfunkwerbung ist also das letzte Medium, das viele Menschen wahrnehmen, bevor sie eine endgültige Kaufentscheidung fällen.

Fast alle Menschen haben im Laufe eines Tages in irgendeiner Form Kontakt zum Radio und damit auch zur Hörfunkreklame.

Mit relativ geringem Aufwand ist es also möglich, eine große Menge an potenziellen Käufern zu erreichen. Schließlich ist das Schalten eines Radiospots im Vergleich zu anderen Werbeformen recht kostengünstig zu realisieren.

Das Budget und die eigenen Bedürfnisse entscheiden dann darüber, ob die Werbung lieber im lokalen Rahmen oder etwa landesweit ausgestrahlt werden soll.

Niedrige Produktionskosten

Auch das Erstellen der Spots ist im Vergleich zur Fernsehwerbung ziemlich preisgünstig zu haben.

Mit Hörfunkreklame besteht die Chance, ein Millionenpublikum anzusprechen, während gleichzeitig die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Dies macht das Radio vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen hochinteressant.

Und es gibt noch weitere Pluspunkte. Da Radio meist nebenbei läuft, also die eigentliche Haupttätigkeit begleitet, bleibt die Wahl des Senders relativ stabil.

Das heißt, anders als der TV-Konsument, der mit Beginn der Werbeunterbrechung oft fast schon reflexartig zu einem anderen Kanal zappt, bleibt der Radiohörer auch während der Werbespots treu bei der Stange. Die Inhalte, die also wirklich ins Ohr gehen werden auch im Kopf abgespeichert.

Die Kehrseite der Medaille

Selbstverständlich ist auch in Sachen Radiowerbung bei weitem nicht alles Gold, was zunächst so schön glänzt. Es gibt auch einige Schwachstellen an dieser Werbeform zu beklagen.

Ein Minuspunkt ist die relativ geringe Lebensdauer, welche die meisten Radiospots aufweisen. Schließlich haben längst nicht alle Jingles das Zeug zum echten Ohrwurm mit absolutem Wiedererkennungspotenzial.

Im Idealfall schaffen Sie es bei der Produktion Ihres Spots eine eingängige Melodie oder einen guten Dialog zu entwickeln, die bei Wiederholung sofort erkannt und mit Ihrem Produkt verknüpft wird.

Perfekter Aufbau ist notwendig

Bei der Produktion des Spots ist also neben handwerklichem Können auch ein fundiertes Konzept gefragt, das dafür sorgt, dass das Gehörte wirklich haften bleibt.

Dies ist umso wichtiger, da bei Radiowerbung, wie bereits erwähnt, eben nicht mit der vollständigen Aufmerksamkeit des Hörers gerechnet werden kann. Sie brauchen folgerichtig eine gute Idee, um mit Ihrem Radiospot nachhaltig beim Publikum zu punkten.

Das macht die Kosten für Radiowerbung im ersten Moment ein wenig unüberschaubar. Schließlich ist es mit dem Kauf von Sendezeit noch lange nicht getan. Und wer das Besondere wünscht, muss bei der Produktion in der Regel eben ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Normalerweise zahlt sich eine solche Investition jedoch später in barer Münze aus.

Fazit:

Mit Radiowerbung erreichen Sie im Laufe eines Tages eine Vielzahl an potenziellen Kunden. Und das zu vergleichsweise günstigen Konditionen.

Da Hörfunk meist nebenbei konsumiert wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Ausstrahlung Ihrer Reklame einfach der Sender gewechselt wird recht gering. Die Konzentration gilt schließlich der Haupttätigkeit.

Der Nebenbeikonsum birgt aber auch Risiken. Hat Ihr Spot kein fundiertes Konzept, laufen Sie Gefahr, dass Ihre Werbung zwar das eine Ohr erreicht, jedoch nicht im Kopf haften bleibt und über das zweite Ohr ebenso schnell wieder verschwindet.

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.