Videoproduktionen: Produkt- und Erklärvideo

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 10.11.2016
Videokamera von vorne

Während man noch vor 2 bis 3 Jahren seitenlange Abhandlungen lesen musste, um seinen neuen Kleiderschrank aufzubauen, nimmt man heute einfach sein Tablet zur Hand und findet unter auf der Webseite des Herstellers ein Videotutorial für den Zusammenbau.

Ein solches Video ist das klassische Erklärvideo: Diese Filme beschreiben auf visuelle Art und Weise wie Dinge funktionieren, beispielsweise wie:

  • Möbel zusammengebaut werden
  • Maschinen gestartet werden.

Und das gilt nicht nur für den Endverbraucher von Produkten sondern sehr wohl auch im B2B-Bereich:

  • für Handwerker
  • Maschinenbetreiber

oder

  • Flugzeugbauer,

um nur einige Beispiele zu nennen.

Erklärvideos vereinfachen den Prozess, sparen Zeit und Geld und machen auch mehr Spaß. Ja, Spaß insofern als dass man beim Kauf nicht schon schlechte Laune bekommt, weil man weiß, dass man sich zu Hause stundenlang mit der Anleitung auseinander setzen muss bevor das eigentliche Zusammenbauen beginnen kann.

Ganz anders beim Erklärvideo. Sie schauen und bauen gleichzeitig.

Im B2B-Bereich können Prozesse optimiert aufgezeigt werden. Anlagenbetreiber, die ihr millionenschweres Objekt in Betrieb nehmen wollen, klicken sich heutzutage durch die audiovisuelle Beschreibung der einzelnen Vorgänge anstatt seitenweise das Handbuch zu studieren.

Ich würde sagen, eine gute Erfindung. Schauen Sie selbst.

Eine ähnliche Kategorie von Videos stellen Produktvideos dar. Diese Art von Video dient der Produktbeschreibung, der Darstellung/Präsentation und auch dem Imagetransfer auf das Produkt. In einem Produktvideo ist auch immer ein Stück Image des Unternehmens verpackt und gegebenenfalls auch ein Teil Erklärvideo enthalten, je nachdem um welches Produkt es sich handelt.

Schauen wir uns zwei Beispiele an:

Das Video richtet sich Kunden, die Printwerbemittel benötigen. Diese Zielguppe muss von der Qualität der Produkte von Kolbe Coloco überzeugt werden. Die Darstellung des Salesfolder-Drucks zeigt eindrucksvoll, welche Produktvielfalt in dem dargestellten Beispiel möglich sind.

Einzelne Bestandteile wie das animierte Firmenlogo und die Veredlungsmöglichkeiten sind optional und vermitteln die Kompetenz des Unternehmens.

Dieser Film richtet sich an werdende Mütter, die gegebenenfalls noch nicht wissen, wo sie ihr Baby bekommen wollen und sich über das Krankenhaus bzw. den Kreissaal informieren wollen. Der Film ist so geschickt konzipiert, dass sich die werdende Mutter, noch bevor sie das erste Mal das Krankenhaus betritt, einen guten ersten Eindruck machen kann. Dieser gibt ihr ein gutes Gefühl und hilft ihr bei Ihrer Entscheidung. Der Rundgang und die Musik vermitteln Ruhe und die einzelnen Einblicke beweisen, hier ist man auf alles vorbereitet.

In beiden Fällen zeigen die Produktvideos auch ein gewisses Maß an Imagekomponenten und sie können jederzeit durch andere Produkte ergänzt werden. Kolbe Coloco kann im gleichen Stil seine weiteren Printproduktmöglichkeiten zeigen und das Krankenhaus könnte eine Reihe erstellen lassen und auf diese Weise jede Abteilung präsentieren.

Das ist natürlich auch bei Erklärvideos möglich. Erst wird die Bauanleitung für den Kleiderschrank produziert, dann für die Küche, ...

Die Einsatzmöglichkeiten sind für beide Videoarten ebenfalls vielfältig: Auf der eigenen Homepage, auf einem USB-Stick als Werbegeschenk für Kunden, im Youtube Channel oder mit einem QR Code verbunden auf der Verpackung eines Produktes.

Sie sehen: Es gibt viele Gründe, warum Sie ein Erklär- oder Produktvideo produzieren sollten. Und noch mehr Möglichkeiten, ein solches Video als Mehrwert für Ihre Kunden einzusetzen!

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.