Videoproduktionen: Kinospot und Recruitingvideo

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 24.11.2016
Videokamera von vorne

Viele Unternehmen träumen davon, wenn schon nicht im TV, dann wenigstens im Kino mit einem Werbespot präsent sein. Am besten im Werbeblock vor einem echten Blockbuster in einem möglichst großen Kinosaal. Das muss kein Wunsch bleiben, denn nicht nur die bekannten Marken finden sich dort wieder. Insbesondere die lokalen Anbieter haben im Kino die Möglichkeit, diese lokalen Werbeplattform zu nutzen. Kino, ein Medium nicht nur für die Zielgruppe 14 bis 29 Jahre (Kernzielgruppe der Kinobesucher, Quelle: MA 2016/II), erreicht die nahezu 100%ige Aufmerksamkeit des Besuchers.

 

Der Kinospot:

Die Werbefilme im Kino sind in der Regel zwischen 30 und 45 Sekunden lang. Produziert wird der Kinospot gleichermaßen wie jede andere Film- oder Videoproduktion. Der Unterschied erfolgt erst, wenn es zur Datenanlieferung beim Kino kommt, aber dazu später. Was soll die Intention der Kinospot-Produktion sein? Was ist die Botschaft und wen soll die Botschaft erreichen?

Diese Fragen müssen natürlich auch für Ihren Kinospot beantwortet werden. Dabei kann es sich um eine Produktinformation handeln, die neue Location in der Stadt, die kommuniziert werden soll, oder suchen Sie neues Personal genau in der Altersgruppe der Kinogänger.

Dazu ein kleines Beispiel aus den Referenzen von ams Radio- und MediaSolutions:

Ein Kunde aus dem Pflegebereich hatte erhebliche Probleme, Personal zu finden. Mal abgesehen davon, dass die Pflegebranche keinen guten Ruf hat, wo sucht man junge Leute für eine Ausbildung zum Pflegeberuf? Die klassischen Möglichkeiten hatte der Kunde bis dahin bereits erfolglos versucht.

Die Idee: Werbung im Kino, dort findet man die junge Zielgruppe und zwar in Mengen. Es wurde ein witziger, aber sehr treffender Kinospot produziert, der seine Wirkung nicht verfehlte, denn innerhalb von 14 Tagen konnte der Kunde ausreichend viele Bewerbungen verzeichnen und somit auch die offenen Stellen besetzen.

Aber es gibt auch andere Beispiele, z. B. ein Imagevideo für einen Fashion Store, der seine Vielfalt dokumentieren wollte.

oder die Produktvideos der Stadtwerke Gütersloh, die einfach einen hohen Unterhaltswert haben.

Denn im Kino ist eine Sache besonders wichtig: Ihr Video muss unterhaltsam sein. Die Zeit der Standbilder ist zum Glück lange vorbei.

 

Das Recruitingvideo:

Das Recruitingvideo ist die aktuelle Form eines Stellenangebotes. Seit einigen Jahren erfreut sich dieses Videoprodukt einer hohen Beliebtheit. Bereits seit Ende der 90iger Jahre suchen Arbeitnehmer einen neuen Job über die etablierten Internetportale und spätestens seit dem Web 2.0 möchten die User lieber sehen als lesen. Da lag es für Unternehmen nahe, Ihre Stellenangebote audiovisuell produzieren zu lassen - als Recruitingvideo.

Diese Videos sind eine Mischung aus Stellenangebot und Imagefilm des Unternehmens. Denn wenn Firmen Jobs anbieten, sollten Sie auch etwas von sich zeigen: Location, Umfeld/Umgebung, zukünftige Kollegen, den Chef, Abläufe, Büroräume, etc. Diese Komponenten entscheiden über das Interesse von Bewerbern und sollten Bestandteil des Recruitingvideos sein. Denn Sie wollen aus einer Menge von Bewerbern auswählen und nicht mit Ach und Krach Ihre Vakanzen füllen müssen.

Lassen Sie Kollegen zu Wort kommen, zeigen Sie was Ihre Firma zu bieten hat (Stichwort: Work Life Balance).

Recruitingvideos werden nicht nur eingesetzt, wenn es jährlich um die Einstellung neuer Azubis geht.

sondern auch wenn mehrere gleichwertige Stellen vergeben werden, wie z. B. Assistenzärzte im Krankenhaus gesucht werden.

Binden Sie Ihr Video auf Ihrer Homepage ein. In Verbindung mit Radiowerbung (große Reichweite, lokale Bewerbung) verweisen Sie im Funkspot auf die weiteren Informationen in Ihrem Recruitingvideo. So geht modernes Recruiting.

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.