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Teamentwicklung nach Plan – So wird aus dem „Ich“ ein „Wir“!

Von Henrike Dibbern, veröffentlicht am 27.9.2016

Wie erfolgreiche Teamentwicklung gelingt„Wir sind ein starkes Team!“ Ein Satz, den jeder Geschäftsführer bzw. Unternehmensinhaber natürlich nur zu gerne hört. Schließlich bedeutet er nicht nur, dass die Dinge wie am Schnürchen laufen, sondern auch, dass das Management bei der Mitarbeiterführung alles richtig gemacht hat. Aber wie kommt man an dieses Ziel?

Gemeinsam erreicht man mehr – soviel ist klar. Darum ist Teambildung (bzw. Team Building) eine wichtige Disziplin erfolgreicher Unternehmensführung. Doch mit der Schaffung von effizienten Gruppenstrukturen alleine ist es nicht getan: Ein Team, eine Abteilung oder eine Projektgruppe sind eben zuallererst soziale Strukturen, die nicht immer mit Zustimmung aller Beteiligten geschaffen wurden.

„Die werden sich schon irgendwie zusammenraufen“ ist dabei die denkbar schlechteste bzw. keine Alternative. Denn je länger unproduktive Verhältnisse, kollegiale Missstände und Meinungsverschiedenheiten ungeklärt bleiben, umso schwieriger lassen sie sich lösen.

Teambildung bzw. Teamentwicklung sollte daher im besten Fall ein ständig aktiver, nicht endender Prozess sein – so dynamisch und flexibel, wie man sich auch seine Teams wünscht.

Die 12 Teamverstärker – und auf welche Sie sich konzentrieren können

Das Buch „Mehr Erfolg im Team“ von Dave Francis und Don Young beschreibt insgesamt ein Dutzend sogenannter Teamverstärker. Wir stellen diese kurz vor. Weil uns aber vor allem eine hohe Praxistauglichkeit wichtig ist, konzentrieren wir uns im Anschluss gleich auf die Punkte, die wirklich wichtig sind und in denen sich Aspekte der 12 Teamverstärker wiederfinden.

Nach Francis und Young sind die Teamverstärker also:

  • Führung
  • Qualifikation
  • Engagement
  • Klima
  • Leistungsniveau
  • Rolle in der Organisation
  • Arbeitsmethoden
  • Organisation
  • Kritik
  • Persönliche Weiterentwicklung
  • Kreativität
  • Beziehungen zu anderen Gruppen

Was diese Teamverstärker genau bedeuten und wie sie sich auch in Ihrem Unternehmen einsetzen lassen, können Sie im Buch von Francis und Young detailliert nachlesen.

Bei den meisten Teams ist es aber gar nicht nötig, Grundlegendes zu ändern oder das Thema Team Building mit wissenschaftlicher Präzision anzugehen:

Es genügt oftmals, die richtigen Stellschrauben und Triggerpunkte zu finden, um das Wir-Gefühl im Team neu zu stärken – bessere Leistungen ergeben sich dann meist von selbst.

Einfach und wirkungsvoll: Das Trio für Teamentwicklung

Wenn einzelne Teams oder die Gesamtheit Ihrer Mitarbeiter wirkungsvoll und effizient zusammenarbeiten sollen, kommt es letztlich auf drei Kerneigenschaften an: Mannschaftsgeist, Motivation und Kommunikationsfähigkeit.

Sind diese drei Merkmale in einem Team sehr gut ausgeprägt, dann kann es auch seine höchste Leistungsfähigkeit erreichen. Wie Sie das „Trio der guten Teameigenschaften“ in der täglichen Mitarbeiterführung ohne viel Aufwand fördern können, erläutern wir an den einzelnen Punkten:

Mannschaftsgeist

Zusammenhalt statt Ellbogenmentalität, effiziente Verteilung von Kompetenzen und der Wille, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten: Mannschaftsgeist ist elementar für ein erfolgreiches Team. Um ihn zu fördern, benötigen die einzelnen Teammitglieder (gerade in festgefahrenen Unternehmensstrukturen) manchmal im wahrsten Sinne des Wortes eine Luftveränderung. Also: Raus aus dem Büro und rein in ein Teamevent. Die Angebote hierzu sind inzwischen so zahlreich und vielfältig Team-Events angeboten, dass wir solchen Maßnahmen zum Team Building einen eigenen Blogpost widmen werden.

Eines aber ist ihnen allen gemein: Die bestehenden Teamstrukturen werden aus ganz neuen Perspektiven durchleuchtet, was für die (Wieder-) Belebung des Manschaftsgeists unabdingbar ist.

Damit Mannschaftsgeist neu belebt werden kann, muss man Teamstrukturen aus ganz neuen Perspektiven durchleuchten. Hierzu werden zahlreiche Team-Events angeboten, und Sie sollten davon auch regelmäßig Gebrauch machen. Weil das Angebot so groß ist, widmen wir diesen Maßnahmen zum Team Building einen eigenen Blogpost.

Motivation

„Nicht gemeckert ist genug gelobt“. Tatsächlich agieren viele Führungskräfte noch immer nach dieser hemdsärmeligen Prämisse, aber ganz ehrlich: Sie hat noch nie funktioniert. Ihre Mitarbeiter suchen permanent nach Bestätigung; sie müssen wissen, dass ihre Arbeit Wertschätzung erfährt und ihr persönlicher Einsatz auf fruchtbaren Boden fällt.

Motivieren Sie Ihre Führungskräfte, Ihre Teams und einzelne Mitarbeiter regelmäßig; Motivation ist eines der Hauptmerkmale erfolgreichen Managements! Auf die wichtigsten Motivationstechniken gehen wir übrigens im Blogpost Unternehmenskultur und Mitarbeitermotivation: Was Ihr Team wirklich anspornt ein.

Kommunikationsfähigkeit

Ein funktionierendes Team zeichnet sich durch erfolgreiche Interaktion aus – und die Basis für Interaktion ist die Kommunikation. Sorgen Sie also mit transparenten Strukturen und einer offenen Unternehmenspolitik dafür, dass die Gesprächskanäle in allen Richtungen geöffnet sind. Ermuntern Sie die Mitglieder der Teams zum freien Brainstorming ohne Einschränkungen und Bewertungen.

Sorgen Sie mit flachen Hierarchien dafür, dass gute Ideen auch bis zu den Entscheidern durchdringen. Und senden Sie das deutliche Signal aus, dass auch die Geschäftsführung jederzeit für Inspirationen, Ideen und Probleme zu sprechen ist. Wenn dann, ganz von selbst, neben der Kommunikationsfähigkeit auch die Kritikfähigkeit (ungeachtet der Position) gewachsen ist, haben Sie einen weiteren Schritt zu einem richtig starken Team gemacht.

Nichts Neues, aber jeden Tag neu

Sie sehen: Erfolgreiche Teamentwicklung ist kein Mysterium, und sicher werden Sie sich bei so mancher Anregung gedacht haben: „Na, das ist doch eh klar!“. Tatsächlich sind Dinge wie Motivation, Kommunikation und Teamgeist nichts Neues; entscheidend ist jedoch, dass Sie jeden Tag aufs Neue daran denken, sie in Ihrem Unternehmen zu fördern.

Sie verlangen von Ihren Mitarbeitern vollen Einsatz, gute Ideen und unablässige Leistungsbereitschaft. Die Triebfeder dafür ist aber nicht etwa der monatliche Gehaltseingang, sondern vielmehr das tägliche Signal von der Geschäftsführung, dass jeder Mitarbeiter von Bedeutung ist und alle zum gleichen Team gehören.

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Themen: Management

Henrike Dibbern

Von Henrike Dibbern,

studierte Soziologie, Politik- und Verwaltungswissenschaft. Seit 2014 arbeitet sie als Redakteurin in einer Marketingagentur.

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