Regional denken – regional verschenken: Kundenpräsente aus der Region

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 23.12.2015
Kleine Geschenkpäckchen

Was schenke ich meinen Kunden und Geschäftspartnern? Noch einen Schlüsselanhänger? Wieder einen USB-Stick? Geschenke, zu welchem Anlass auch immer, sind ein wiederkehrendes und nicht immer einfaches Thema.

Während man privat noch kurz vor Weihnachten oder dem anstehenden Geburtstag das eine oder andere Geschenk besorgen kann, sind die Kundenpräsente schon längst ausgeliefert. Hier heißt es vorausschauend denken und handeln. Firmenpräsente sind eine besondere Kategorie: Sie sollen einerseits bei dem Gros der Kunden gut ankommen und dennoch individuell und kreativ wirken. Andererseits gilt es bei Kundengeschenken das angesetzte Budget einzuhalten. Und dann stellt sich noch die Frage nach dem Bezug des Präsentes.

Regional schenken hat Vorteile

Als lokal oder regional agierendes Unternehmen können Sie Ihre Verbundenheit mit dem Unternehmensstandort zum Ausdruck bringen, indem Sie Ihren Geschenken einen regionalen Touch geben.

Ganz einfach: Warum nicht beim bekannten Bäcker des Ortes Plätzchen oder kleine Christstollen in Auftrag geben und diese verschenken? Oder Sie suchen Ihr Weinpräsent ganz bequem bei Ihrem Händler um die Ecke aus, statt über den Großhändler im Internet. Die meisten regionalen Anbieter übernehmen auch gerne Verpackung und Versand der Ware. Außerdem haben Sie den Vorteil, auch kleine Mengen abnehmen zu können. Das ist praktisch und einfach.

Der Vorteil wird schnell deutlich. Durch den regionalen Bezug entwickeln sich meistens noch anderen Ideen, die möglicherweise bislang nicht als Kundengeschenke in Betracht kamen.

Ein Beispiel: Wir haben eine Schnapsbrennerei in unserem Kreis. Das Produkt ist zwar national bekannt, aber der Herkunftsort sicher nicht. Senden Sie Ihren Geschäftspartnern im In- und Ausland einen guten Tropfen aus der Region. Das ist doch charmanter als sich einer großen Marke zu bedienen, die zwar teuer ist, aber nicht so individuell. Und durch die regionale Anbindung ermöglicht der Hersteller Ihnen gegebenenfalls den Weihnachtsgruss per Etikett auf der Rückseite der Flasche zu platzieren.

Denken Sie nicht so weit, was der Kunde noch gebrauchen könnte. Worüber freuen sich Menschen? In dem Moment sind Ihre Kunden und Geschäftspartner Menschen, die beschenkt werden und jeder freut sich über ein Aufmerksamkeit, auch wenn Verzehrpräsente zu banal wirken.

Natürlich könnte man sagen, dass Präsente, die kurz nach der Übergabe im Magen des Beschenkten verschwinden, nicht gerade nachhaltig sind. Dennoch: Manchmal ist die kurzfristige Freude über die süße Verführung oder das schmackhafte Getränk größer als bei Gadgets, die niemand braucht.

Win-win-Situationen sind häufig

Zudem erwachsen nicht selten aus derartigen Geschäften langfristige Kundenbeziehungen, die beiden Geschäftspartnern Vorteile bringen.

Ein weiteres Beispiel
: Für eine werbliche Aktion zur Weihnachtszeit suchten wir nach einem schönen, kreativen Give away. Bei den Überlegungen stolperten wir über ein Unternehmen aus der Region, bei dem wir bereits selbst seit einiger Zeit in der Akquise waren. Durch den Auftrag, den wir bei der Firma platzierten, wurde im Gegenzug auch bei uns gebucht. Die Zusammenarbeit dauert bereits seit einigen Jahren an. Eine klassische Win-win-Situation.

Es heißt nicht umsonst: “Das Gute liegt so nah”. Schauen Sie sich in Ihrer Region um und sprechen Sie die Firmen direkt an. Viele kennen die jährlich wiederkehrenden Überlegungen rund um das passende Kundengeschenk und haben vielleicht sogar eine gute Idee.

Übrigens: Wenn Sie etwas wirklich Passendes gefunden haben, kann es auch eine Strategie sein, immer wieder auf dieses regionale Kundengeschenk zurückzugreifen. Wie zum Beispiel das Weihnachtsgebäck aus der ortsansässigen Bäckerei. Nach ein, zwei Jahren werden Ihre Kunden fest damit rechnen und hoffnungsvoll auf die Weihnachtszeit warten.

Genau das wollen wir doch bezwecken. Erwartungen schaffen und erfüllen.

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.