Recruiting in Ostwestfalen-Lippe – Eine Erfolgsgeschichte

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 23.11.2017
Verschwommenes Bild auf dem mehrer Menschen auf der my job OWL Messe zu erkennen sind

Wo haben Unternehmen vor 10 Jahren ihr Personal gesucht? Wo suchen sie heute? Wie haben Schulabsolventen den richtigen Ausbildungsplatz gefunden?

Für Unternehmen galt: Wo Stellen angeboten werden (in den Stellenmärkten der Tageszeitung und auf den gängigen Onlineportalen) finden uns die suchenden Bewerber. Bei der Suche nach dem geeigneten Ausbildungsplatz musste jeder junge Mensch aber zumindest eine Idee haben, was er machen will. Nicht für jeden ein einfaches Unterfangen.

In der einen oder anderen Stadt in OWL gab es für diese Zielgruppen vereinzelte Jobmessen, aber der richtige Durchbruch kam erst vor 10 Jahren durch die my job-OWL. Diese Messe richtet sich an OWL. Durch den zentralen Standort vergrößerte sich das Einzugsgebiet auf mehr als 100 km.

Natürlich musste sich auch diese Messe entwickeln, aber nach 10 Jahren kann man durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen.

Das Besondere war und ist, das umfassende Beratungsangebot – auch für junge Menschen. Denn der erste Messetag ist sehr stark auf die jungen Zielgruppen ausgelegt. Um das Interesse zu schärfen und die Bedeutung sich zu informieren zu unterstützen.

An den weiteren Tagen mischt sich das Publikum. Viele Eltern begleiten ihre Kinder, Jobsuchende, bzw. Arbeitnehmer, die sich ggfs. verändern wollen, bevölkern dann die Messe.

Was die Messebesucher auf der my job-OWL erwartet:

Informationen über Unternehmen aus der Region

Die Messestände sind im Laufe der Jahre zu großartigen Unternehmenswelten gewachsen. Die Aussteller vergrößern sich fast jährlich in Format und Anzahl. Ein Beweis wie ernsthaft die Firmen diese Messe und Präsentation nehmen. Für die Messebesucher eine Plattform, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und auch erste Gespräche zu führen. Viele der Unternehmen setzen bei ihrem Messepersonal neben ihren Personalern auch auf ihre Auszubildenden, um den Interessenten authentische Gespräche und einen echten persönlichen Erfahrungsaustausch bieten zu können.

Jedes Unternehmen hat einen Aushang über seine aktuellen Stellenangebote. Darüber hinaus werden alle Stellen tagesaktuell in der Online-Jobbörse unter www.myjob-owl.de veröffentlicht, Ausbildungsstellen vorab im Schülerkatalog, der im November an zahlreichen Schulen der Region verteilt wird. Über die Inhalte der einzelnen Jobs kann man auf der Messe mit dem Standpersonal sprechen.

Stellenangebote

Wir sprachen mit Melanie Welzel, Geschäftsführerin von G&W Messekonzept (Initiatorin und Veranstalterin der my job-OWL), über die Beweggründe, die Entwicklung und die Zukunft OWLs größter Jobmesse:

Was hat Sie dazu veranlasst, eine eigene Jobmesse in OWL ins Leben zu rufen?
Das Ziel, Bewerberinnen und Bewerber auf der einen, sowie Unternehmen auf der anderen Seite zu konstruktiven Gesprächen zusammenzubringen, um dadurch – schlussendlich – Beschäftigungsverhältnisse zu initiieren. Als wir die my job-OWL zum ersten Mal durchgeführt haben, benötigten vorrangig Stellensuchende Unterstützung, da zu der Zeit pro Stellenangebot teilweise weit über hundert Bewerbungen bei den Arbeitgebern eingereicht wurden. Die Messe hatte damals schon eine Filterfunktion. Wir haben mit gezielten Informationen dafür gesorgt, dass Passgenauigkeit zwischen Bewerbern und Stellenprofilen gewährleistet wurde und somit geeignete Interessenten zu den Unternehmen gingen.
Heute hat sich der Wind gedreht. Viele Unternehmen haben bei der Suche nach den passenden Fachkräften bzw. Azubis bei weitem nicht mehr so eine große Auswahl wie vor zehn Jahren. Also verstärken wir unser Engagement darin, die Unternehmen schon im Vorfeld der Messe zu präsentieren – im Rahmen unserer umfangreichen Marketingkampagnen und auch in unserem Online-Magazin auf unserer Webseite. So machen wir Bewerber auf die Angebote unserer Aussteller aufmerksam. Das funktioniert gut.

Welche Entwicklungen /Meilensteine verbinden Sie mit der 10-jährigen Messegeschichte?

Wir haben unsere Entwicklung immer an den Umzügen in die nächstgrößere Messehalle ablesen können. Mittlerweile sind wir im Messezentrum in der Halle 20 angekommen und das nun schon einige Jahre – das zeigt uns, dass die my job-OWL in der Region nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt. Auch die Schaltung unserer eigenen Jobbörse und die große Resonanz darauf war sicherlich ein Meilenstein. Das alles freut uns natürlich sehr und motiviert uns, unsere Qualität stets auf höchstem Level zu halten. Aber Zahlen sind am Ende nicht das Wichtigste. In jedem Jahr hören wir von Personen, die nach langer Suche wieder in Beschäftigung gehen konnten, von jungen Menschen, die auf der Messe „ihre“ Ausbildungsstelle gefunden haben, von Unternehmen, die dringend benötigtes Personal einstellen konnten. Das sind die wahren Meilensteine. Das bleibt hängen.

Wo und wie sehen Sie die my job-OWL in fünf Jahren? Was möchten Sie noch erreichen?

Unser Ziel ist nicht, immer größer und größer zu werden. Wir ergänzen unser Angebot kontinuierlich durch Elemente wie unsere Jobbörse. Zusätzlich haben wir in den letzten Jahren unser soziales Engagement rund um die Messe stetig ausgebaut. Zum einen liegt uns wie schon von Ihnen erwähnt das Thema Inklusion sehr am Herzen und wir setzen uns für die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen ein, zum anderen helfen wir sozialen Einrichtungen, wie der Heilpädagogischen Einrichtung Grünau-Heidequell, indem wir Spenden sammeln und mit diesen Mitteln Aktionen für die Kinder organisieren und gemeinsam durchführen. Da merkt man dann sehr genau, dass man an der richtigen Stelle aktiv ist.

Für die kommenden Jahre wünsche ich mir, dass wir durch gute Angebote wie unsere Jobbörse für Bewerber und Unternehmen dauerhaft präsent sind und die regionale Wirtschaft auf diese Weise unterstützen können. Darüber hinaus hoffe ich, dass wir unser soziales Engagement weiter ausbauen können. Wenn das gelingt, bin ich glücklich.

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Melanie Schwarz

ist Verkaufsleiterin und in der Kundenberatung von ams - Radio und MediaSolutions tätig. Sie berät Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von multimedialen Kampagnen.