Radiospots: 5 Regeln, wie Radiowerbung am besten wirkt!

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 22.09.2016
rotes Radio

Zu dem Thema Werbewirkung gibt es viele Studien, wie lang ein Spot sein soll, zu welcher Zeit die Ausstrahlung erfolgt und wie oft die Funkwerbung laufen muss, damit die gewünschte Wirkung einsetzt.

Wir werfen den Blick auf die Inhalte. Denn ein Werbespot kommt selten alleine. In einem durchschnittlichen Werbeblock – dieser ist in der Regel im Privatradio maximal 5 Minuten lang – laufen zwischen 20 und 30 Spots je nach Sekundenlänge. Natürlich kann man auch Alleinstellungen im Radio buchen, aber die sind immer mit einem Platzierungsaufschlag verbunden. Das reduziert das Budget und die Frequenz des Spots, die bekanntermaßen wichtig ist, um eine Wiedererkennung zu generieren.

Die folgenden 5 Regeln sollen helfen, die radiowirksamen Effekte zu nutzen, um die Wirkung Ihres Spots zu maximieren.

1. Emotionalität erzeugt Aufmerksamkeit


Emotionale Inhalte wirken besser als rationale. Nutzen Sie emotionale Geschichten, die besonders gut bei Frauen ankommen. Das sogenannte Storytelling ist das Stichwort. Warum? Sie lösen Bilder im Kopf aus. Mit Bildern im Kopf erinnert man sich besser an die Worte.

2. Musik

Die optimale Unterstützung von emotionalen Inhalten ist Musik. Auch im visuellen Bereich werden emotionale Szenen durch die entsprechende Musik unterstützt bzw. verstärkt. Im Radiobereich ist das ebenso. Die Musik unterstützt die Wirkung des gesprochenen Wortes.

3. Lautstärke des Spots


Wir meinen nicht die Lautstärke, mit der Sie die Funkwerbung hören, sondern die Tonalität. Bei Angeboten wird gerne sehr laut und eindringlich gesprochen. Man fühlt sich angeschrien. Genau das wollen wir nicht. Akzentuieren Sie, aber lassen Sie ruhig sprechen.

4. Inhalte brauchen Zeit


Emotionalität ist mit einer Geschichte verbunden, kein Aneinanderreihen von Adjektiven. Eine Geschichte braucht Zeit. In 15 Sekunden ist das nicht zu schaffen, denn ein Abbinder mit Firmenname sollte ja auch noch sein. Spots, die länger als 20 Sekunden sind, wirken besser und lösen eine positivere Wahrnehmung aus als kurze Funkwerbung.

5. Die Effekte müssen zum Produkt passen.


Nicht alle Spots oder Produktkampagnen benötigen diese Wirkungsparameter. Wägen Sie ab, was die Inhalte und die Zielsetzung sind und was der Spot bewirken soll. Danach kann man festlegen, welche Kriterien zum Produkt passen und eingesetzt werden.

Beispiele:

Bei einem Angebotsspot können Sie die Lautstärke ruhig ein bisschen nach oben regeln. Dabei werden Sie auch keine Geschichte erzählen müssen. Es geht um das Angebot und das muss in Szene gesetzt werden. Mit Musik und vielleicht mit Emotionalität, aber im besten Fall kurz und knackig und das immer wieder.

Eine Imagewerbung oder eine Produktvorstellung muss dann ganz anders präsentiert werden. Emotional, mit Story und Bildern im Kopf. Die Radiowerbung ist mit Musik unterlegt, die den Charakter unterstützt. Dabei kommt man dann schnell auf 30 Sekunden.

Planen Sie bei Ihrer nächsten Kampagne nicht zuerst die Spotlänge, sondern erarbeiten Sie die Inhalte nach Festlegung Ihrer Ziele. Danach ergeben sich die Stilmittel, die eingesetzt werden, mit denen Sie arbeiten und die den gewünschten Erfolg haben werden.

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.