Lost in applications - auf dem Smartphone-Display nicht verloren gehen

Von Barbara Kawa, veröffentlicht am 27.04.2017

Täglich verbringen wir sehr viel Zeit mit unserem Smartphone und ein großer Anteil dieser Zeit fällt auf die Nutzung von Apps. Kaum zu glauben, aber Deutschland hat hier sogar eine hervorstechende Rolle: Während in den USA die Nutzungszahlen von Smartphone-Applikationen rückläufig sind und im Rest von Europa stagnieren, scheint Deutschland das kleine gallische Dorf zu sein. Denn hier ist der Wert für die Nutzung von Apps sogar noch gestiegen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Adobe Digital Insights Report, in dem von 2014 bis 2016 über 1.000 mobile Apps ausgewertet wurden.

Nutzt du noch oder löscht du schon?

Es ist also Potenzial auf diesem Markt vorhanden. Allerdings haben es neue Apps schwer ihn zu erobern. Es gibt ja bereits eine Flut von mobilen Anwendungen, die der User sich kostenlos oder zu einem günstigen Preis für alle möglichen Themen oder Lebensbereiche, als Hilfsmittel oder Coach herunterladen kann. Viele davon werden zwar installiert, aber dann nicht mehr aufgerufen. Oder sie landen beim nächsten Aufräumen im virtuellen Papierkorb. Vor allem interessant zu bleiben ist also die Devise.

Wer neu in den Markt einsteigen will, muss in seiner App einen klaren USP herausstellen. Eine reine Abbildung von Inhalten, die es 1:1 so im Web gibt, reicht nicht aus. Die Features, die ein Smartphone bietet (Sensoren, Kamera, etc.) sollten genutzt und eingebunden werden. Der Mehrwert einer App liegt zudem darin, den Nutzer in bestimmten Situationen und Umgebungen zu unterstützen.

Gut haben es Apps, die schon länger auf dem Markt sind und sich bei den Nutzern bewährt haben. Das müssen nicht immer nur die Global Player wie WhatsApp oder Shazam sein, sondern es können auch kleinere Anbieter mit ihren Ideen schaffen. Das Beispiel der Apps der ostwestfälischen Lokalradios zeigt, dass mit serviceorientiertem Content und einer unkomplizierten Nutzung viele User erreicht werden. So lagen die Visits bei den Apps von Radio Bielefeld und Radio Hochstift beispielsweise im Januar 2017 laut IVW jeweils bei über 100.000.

Musik bis Blitzer – der Mehrwert steht im Fokus

Mit den Lokalradio-Apps kann der Live-Stream des Senders jederzeit empfangen werden. Wem aber zwischendurch mal lieber nach Schlagern ist oder nach Musik der 90er Jahre, der kann einen der verschiedenen Musikchannels aufrufen, die ebenfalls hinterlegt sind. Hierbei wird auf Smartphone-Features wie die Benutzung als Fernbedienung für Home-Entertainment wie Chromecast oder AppleTV zugegriffen.

Dazu werden in der App  alle aktuellen Verkehrsstörungen und Blitzer im ausgewählten Umkreis angezeigt, bei Bedarf auch auf einer Karte. Steckt der Nutzer selbst im Stau, kann er diesen umkompliziert über die App an sein Lokalradio übermitteln und so andere Autofahrer vorwarnen. User können sich morgens außerdem mit der App ihres Lieblingsradios wecken lassen. Und wer in die Innenstadt fährt, schaut in der Applikation auf dem Smartphone nach, welche Parkhäuser noch frei sind.

Die Apps der ostwestfälischen-Lokalradios haben also ihren Fokus auf einen hohen Nutzwert für den User gelegt. Denn ohne diesen wird die mobile Anwendung nicht regelmäßig aufgerufen. Und was nützt es dem Betreiber, wenn die App zwar heruntergeladen, aber nicht genutzt wird...

Per Push-Mitteilung den User erreichen

Ein besonderer Service, der zudem dafür sorgt, dass die App nicht unbenutzt auf dem Smartphone-Display schlummert, ist die Information der User mittels einer Push-Notification. Hierbei werden lokale Eilmeldungen aus dem Sendegebiet übermittelt. Dabei handelt es sich natürlich um besonders wichtige Nachrichten, aber auch um wichtige Informationen für die Hörer bzw. Bürger. Wird z.B. eine Bombe entschärft und die Anwohner müssen evakuiert werden? Oder sollten nach einem Brand die Fenster geschlossen gehalten werden? Ist ein Unwetter im Anflug?

Hat der User die Push-Benachrichtigungen aktiviert, werden ihm diese wichtigen Infos direkt aufs Smartphone geschickt. Weiterführende Auskünfte bekommt er dann über das Radioprogramm oder die Webseite des Senders, beides kann er direkt über die App aufrufen.

Die Radio-Apps der Lokalsender in Ostwestfalen-Lippe haben daher aus vielerlei Perspektiven Vorteile:

  • Der User erhält sehr schnell wichtige Infos aus seriöser Quelle und findet zudem viele praktische Serviceleistungen.
  • Der Radiosender hat die Möglichkeit hervorstechende News schnell zu verbreiten und somit auch Einschaltimpulse zu platzieren. Zudem ist die Kommunikation mit dem Hörer wie z.B. im Bereich der Verkehrsmeldungen einfach und unkompliziert möglich.
  • Der Werbekunde, der ein Banner in der App schaltet, bewegt sich in einem etablierten Umfeld und kann sich sicher sein, dass seine Botschaft gesehen wird.


Machen Sie sich einfach selbst ein Bild davon: Die Apps der Lokalradios aus OWL sind alle kostenlos für Android und iPhone in den entsprechenden Stores erhältlich.

Avatar of Barbara Kawa

Barbara Kawa

ist Online-Redakteurin und Social Media Managerin bei ams - Radio und MediaSolutions und beschäftigt sich mit allen Themen im und rund ums Web.