In 5 Schritten zur erfolgreichen Newsletter-Kampagne

Von Henrike Dibbern, veröffentlicht am 16.02.2017
Newsletter auf dem Smartphone Display

Das Ziel vor Augen, den Erfolg fast in der Tasche!

Um genau zu sein sind es sechs Schritte. Der erste, essentiell wichtige ist: Falls Sie noch keine haben, finden Sie die für Ihre Zwecke optimale Software für E-Mail Marketing und arbeiten Sie sich in deren Funktionen ein. Wenn Sie sich nicht entscheiden können: Im nächsten Blogpost stellen wir einige Vertreter dieser Gattung an hoch spezialisierter Software vor. Im Folgenden gehen wir davon aus, dass Sie bereits ein E-Mailing-Tool im Haus nutzen und starten mit der Newletter-Kampagne durch:

1. Bauen Sie einen gepflegten Adressbestand auf

Hier ein paar Mail-Adressen auf dem PC der Sekretärin, dort einige Kontakte in der Sammlung loser Blätter und ein paar Kundenmails müssten doch noch irgendwo auf dem Server... – so sieht es vielerorts aus, aber das ist natürlich die denkbar schlechteste Ausgangslage für Ihre E-Mail Marketing-Kampagne.

Kämpfen Sie sich durch und pflegen Sie alle Adressen, die Sie haben, in ihre E-Mail Marketing-Software ein. Erfassen Sie so viele relevante Details wie möglich, um Mails an selektierte Empfänger senden zu können. Sammeln Sie weitere Kontakte über „Newsletter bestellen“-Buttons auf Ihrer Homepage.

Besonders wichtig: Prüfen Sie jeden einzelnen Kontakt daraufhin, ob er einem Kontakt per Mail zu Werbezwecken zugestimmt hat und ob die Verwendung der Adresse gesetzeskonform ist. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Datenschutzbeauftragten oder Rechtsberater –  damit nicht gleich die erste Kampagne in einer Abmahnung mündet.

2. Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Wer etwas zu verkaufen hat, verfällt leicht in den Irrglauben, dass seine Zielgruppe "jeder" sei. Schließlich sind die Produkte und Leistungen so einmalig und preiswert, dass jeder davon profitiert.

Eine solche Einstellung zu den eigenen Produkten ist in Bezug auf das Verkäufer-Ethos natürlich höchst löblich – hinsichtlich funktionierenden Marketings aber eher hinderlich. Denn mit nur einer E-Mail können Sie eben nicht jeden individuellen Interessenten ansprechen oder gar überzeugen.

Viel sinnvoller ist es, gewissermaßen die optimale Zielperson zu finden. Dabei hilft das Konzept der Buyer Persona: Statt einer mehr oder weniger gut definierbaren Zielgruppe erstellen Sie das imaginäre Abbild Ihres Wunschkunden.

Ein Beispiel: Die Zielgruppe für eine moderne, elegante Herren-Sonnenbrille sind alle Männer zwischen 29 und 40 Jahren – mit entsprechend unterschiedlichen Lebenswelten. Eine mögliche Buyer Persona ist 36, verheiratet, aber ohne Kind (dafür Hundevater), begeisterter Winter- und Wassersportler und angestellt in der Marketingabteilung eines Automobilbauers. Er leiht sich gerne das Spitzenmodell seines Arbeitgebers aus, macht sich aber ansonsten nichts aus Statussymbolen. Sein Gehalt gibt er am liebsten für Sport und leckeres Essen aus. Und wenn er eine Sonnenbrille am Steuer trägt, fühlt er sich gerne ein wenig wie James Bond.

Merken Sie, wie dieser Kunde allmählich Gestalt vor Ihrem geistigen Auge angenommen hat? Eine solche Person können Sie in genau der passenden (Bild-)Sprache ansprechen und "abholen" – viel besser als eine inhomogene Gruppe.

3. Setzen Sie sich ein Ziel

Was wollen Sie eigentlich erreichen? (- stellen Sie „verkaufen“ zunächst einmal zurück). Sollen die Empfänger in Ihrem Online-Shop stöbern, sollen sie zur Neueröffnung einer Filiale kommen oder sollen sie sogar bei der Neuausrichtung Ihres Angebots ein Mitspracherecht erhalten? Oder geht es um dauerhaften Image-Aufbau?

Wenn Sie sich klar darüber sind, welche Reaktion Ihr Newsletter auslösen soll, können Sie ihn ganz darauf abstimmen – damit der Empfänger auch versteht, was Sie von ihm wollen. Und entsprechend reagieren kann.

Übrigens: Ihre E-Mail-Aktivitäten können mit flankierenden Maßnahmen, ob online oder mit klassischer Werbung, nochmals mehr Aufmerksamkeit erreichen. Ihr Werbe- bzw. Mediaberater hat sicher ein paar gute Ideen!

4. Beweisen Sie Stil

Interessanter Content vor marktschreierischer Sprache, Corporate Design-gerechte Optik und natürlich hochwertige Bilder – so sieht ein wirksamer Newsletter aus. Lieblose Massenmails oder aufdringliche "E-Reklame" dagegen werden vom Empfänger umgehend aussortiert.

Holen Sie sich vor der ersten Mail-Kampagne einen Gestaltungs-Profi, der Ihre E-Mail Marketing Software entsprechend einrichtet, sodass jede versandte E-Mail auch ein ansprechendes Gesicht hat. Diese einmalige Arbeit lohnt sich, denn: Auch bei E-Mails liest das Auge mit!

5. Werten Sie aus

Was hat funktioniert? Wo liegen die Stärken und Schwächen? E-Mail Marketing Software für KMU hat umfangreiche Analyse-Tools an Bord. Damit wird aufgezeigt, was an Ihrer Kampagne Wirkung zeigte – und was eben nicht. Nutzen Sie diese Tools und reagieren Sie: Optimieren Sie Ihre Newsletter-Kampagne und erleben Sie, was die Platzierung eines Buttons oder die Wahl einer anderen Schriftart oder Farbe ausmacht!

Mit diesen 5 Punkten sollten Sie gerüstet sein für Ihre erste E-Mail Marketing-Kampagne. Wenn Sie solche Arbeit aber lieber in den Händen von Profis wissen, wenden Sie sich (wie schon in Punkt 3 angeregt) an Ihren Werbe- oder Mediaberater. Schließlich sind diese schon lange nicht mehr nur auf klassische Werbeformen konzentriert, sondern unterstützen Sie auch bei Onlinewerbung und E-Mail Marketing. Fragen Sie einfach!

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Henrike Dibbern

studierte Soziologie, Politik- und Verwaltungswissenschaft. Seit 2014 arbeitet sie als Redakteurin in einer Marketingagentur.