Funkspot auf den letzten Drücker. Radiowerbung als flexibles Medium

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 18.05.2016
Ziffernblatt einer Uhr

Beim Jahresgespräch des Mediaberaters bei seinem Kunden, informierte dieser ihn über ein Event, das in den nächsten zwei Monaten stattfinden sollte. Zum Frühlingsanfang – an einem Samstag und Sonntag – plante der Kunde einen Tag der offenen Tür. Er versprach sich viele Interessenten und Besucher, wenn er über die üblichen PR-Kanäle dazu einladen würde.

Eine werbliche Ankündigung oder eine gezielte Funkkampagne als Hinweis auf die Veranstaltung war seitens des Kunden nicht geplant.

Damit war das Thema für den Mediaberater erledigt.

Einen Tag vor der Veranstaltung meldete sich der Kunde morgens um 9.30 Uhr telefonisch bei seinem Mediaberater. Die Veranstaltung war an diesem Wochenende nicht das einzige Event der Stadt. Es gab noch eine Großveranstaltung am Samstag und am Sonntag sollte die City verkaufsoffen sein.

Der Kunde hatte jetzt doch Bedenken, dass durch die anderen Aktivitäten sein Event nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten würde und Besucher ausbleiben könnten. Seine Frage: Was können wir jetzt machen? Können wir doch noch Radiospots schalten, um unsere Veranstaltung zu bewerben?

Der Mediaberater reagierte sofort und der Countdown begann.

Noch während des Telefongespräches wurden die Fakten zusammen gestellt, die in einem Funkspot transportiert werden sollten.

10.00 Uhr: Das Textbriefing wurde an die Produktionsabteilung weitergeleitet. Telefonisch informierte der Mediaberater die Abteilung über die Situation des Kunden.

Während die Audioproduktion den Text professionell aufbereitete, informierte sich der Mediaberater über die Verfügbarkeit der Sendeplätze und erstellte einen Einschaltplan für Samstag und Sonntag. Dann wurde mit der Disposition abgestimmt, wie sich die Verfügbarkeit von Werbezeiten am Freitag also am jetzigen Tag darstellte.

11.00 Uhr: Der Text wurde zwischen dem Kunden und dem Mediaberater besprochen, abgestimmt und freigegeben.

11.30 Uhr: Es erfolgte die Produktionsvorbereitung und Produktion - Sprecher aussuchen und buchen, Musik auswählen, Text einsprechen lassen, Spot produzieren, Audioproduktion finalisieren.

14.30 Uhr: Der fertig produzierte Funkspot konnte vom Kunden gehört und freigegeben werden.

15.25 Uhr: Die erste Ausstrahlung erfolgte an diesem Tag im Werbeblock, 1 Stunde nach Freigabe des Kunden.

Die Veranstaltung wurde trotz Gegenprogramme in der Stadt ein voller Erfolg und der “Schnellschuss” des Vermarkters stellte unter Beweis, dass Radiowerbung nicht nur schnell wirkt, sondern auch schnell umgesetzt werden kann, wenn es erforderlich ist.

Aus meiner Sicht – gut zu wissen!

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.