Full HD oder 4K – Was es bei der Videoproduktion zu beachten gilt

Von Videograph, veröffentlicht am 06.11.2018
Kamera

Ein wichtiger Punkt, der in diesem Artikel behandelt werden soll, ist die Aufnahmequalität. Hier erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Optionen Full HD und 4K sowie einige der Vor- und Nachteile.

Was ist eigentlich Full HD und 4K?

Generell unterscheidet man aktuell zwischen zwei Möglichkeiten bei Filmformaten. Full HD ist inzwischen wohlbekannt und bezeichnet die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Dies entspricht den meisten gängigen Geräten. 4K hingegen ist eine wesentliche schärfere Auflösung. Viele Fernseherhersteller werben zudem auch gerne mit dem Begriff UHD (Ultra HD), was genau die vierfache Auflösung von Full HD ist, also 3840x 2160 Pixeln. Das Seitenverhältnis ist auch hierbei logischerweise 16:9. 4K und UHD bezeichnen eigentlich unterschiedliche Formate, werden aber umgangssprachliche für das oben beschriebene Format (4x Full HD) benutzt. Streng genommen bezeichnet 4K, wie in Kinos beispielsweise, eine Auflösung von 4096 x 2160 Pixeln. Für die breiteren Kinoleinwände eignet sich dieses Format sehr gut und entspricht einem Seitenverhältnis von ungefähr 17:9.

Wie groß ist der Unterschied?

Unterschiede zwischen den Formaten kann man deutlich beim skalieren erkennen. Nebenstehend sehr ihr den Vergleich von 4K und Full HD bei einem Ausschnitt aus dem Titelbild dieses Artikels. Die Unterschiede werden im Detail sichtbar, da sich hier deutliche Artefakte bilden.

Je nach Anspruch kann dieser Qualitätsverlust aber schon ausschlaggebend sein. Wenn ein in Full HD gedrehter Film später einmal Material für Fotos hergeben soll, kann man unter Umständen ebenfalls auf Probleme stoßen.

Bei langsamen Bewegen oder gar Standbildern mit guten Lichtverhältnissen wird diese Unschärfe ebenfalls nicht zum tragen kommen.

Wie entscheide ich, was ich brauche?

Klar, 4K sieht schöner aus. Aber man muss bedenken, dass es nur schöner aussieht, wenn das Endgerät es auch darstellen kann. Viele Bildschirme haben eine Maximalauflösung von Full HD und können deshalb gar nicht den Detailreichtum von 4K-Filmen wiedergeben. Gerade für Unternehmen stellt sich die Frage oftmals nach der Sinnhaftigkeit von 4K, denn auch YouTube bietet nur die Full HD Auflösung an.

Warum also 4K, fragt ihr euch jetzt? Die vierfache Full HD Auflösung bietet einige wichtige Vorteile. Am offensichtlichsten ist der Hype, den es gerade um den neuen Standard gibt. Wer vorne mitreiten will, kommt oftmals schon nicht mehr um die hochauflösende Produktion herum. Mehrwert entsteht zudem auch aus der Möglichkeit die Bilder für andere Projekte zu nutzen, da sie so hochauflösend sind, dass sie bedenkenlos auf der Unternehmenswebsite eingesetzt werden können. Und wenn man an uns Filmer denkt, so muss man sagen: durch die vierfache Full HD Auflösung können Fehler leichter behoben werden. Soll der fertige Film in Full HD erscheinen, kann man bei Bildfehlern einfach einen gezoomten Bildausschnitt nehmen, denn selbst ein Viertel des Bildes ist schließlich immer noch in der Auflösung 1920 x 1080 Pixel. Was gebraucht wird, entscheidet sich also anhand einiger Fakten, die relativ schnell bestimmt werden können.

Was lohnt sich wirklich?

Es muss natürlich von Projekt zu Projekt entschieden werden. Preislich tun sich die beiden Formate nicht unbedingt viel. Auf Seiten der Filmproduktion entstehen natürlich größere Datenmengen beim Dreh in 4K, da das Rohmaterial hochauflösender ist. Ich würde oftmals zu dem Dreh in 4K raten, schließlich kann man manchmal nicht wissen, dass in einem Jahr Bilder aus dem Film benötigt werden oder ob die Standardisierung des Formats schneller vollzogen wird als angenommen. Zukunftssicher ist man mit 4K, bestens ausgestattet für den Moment mit Full HD. Wo sehr ihr die Unterschiede?


Autor: Joscha Schulte
Foto: Fotolia/Videograph

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