Facebook für Unternehmen - Teil 2

Von Barbara Kawa, veröffentlicht am 14.10.2015
blondes Mädchen lächelt, neben ihr eine Denkblase mit einem Daumen nach oben

Vorbereitungen

Um eine Unternehmensseite bei Facebook anzulegen, müssen Sie einige, wenige Vorbereitungen treffen. Richten Sie sich zunächst einen privaten Account ein, über den Sie dann anschließend die Seite für Ihren Betrieb erstellen können. Legen Sie sich außerdem passendes Bildmaterial bereit: Jede Facebook-Seite hat ein Profilbild, welches in einer Größe von 160 x 160 Pixel dargestellt wird. Hier bietet es sich an, Ihr Firmenlogo zu wählen. Außerdem beinhaltet jede Seite ein aufmerksamkeitsstarkes Titelbild, im Panorama-Querformat von 851 x 315 Pixeln (zu den Facebook-Größen).
Nutzen Sie für diesen Bereich ein schönes Imagebild, eine Außenaufnahme Ihres Betriebs oder ein hochwertiges Produktfoto. Es sollte gut gemacht sein und auf den ersten Blick ansprechen. Wichtig ist, dass Sie Eigentümer der Rechte an diesem Bild sind oder – sollten Sie es bei einer Fotoplattform gekauft haben – auch die Social Media Rechte erworben haben (das steht in den AGBen der Plattformen).

Mit diesem Material können Sie nun die Unternehmensseite einrichten. Wählen Sie als Namen für die Seite den Firmennamen oder Produktnamen, damit Sie schnell von Usern und Suchmaschinen gefunden werden. Schreiben Sie einen kurzen interessanten Text darüber, was Ihr Unternehmen anbietet und auszeichnet in das Feld „Info“. Besonders wichtig ist es, ein Impressum einzutragen, da man dazu in Deutschland verpflichtet ist (gemäß § 5 TMG, 55 RStV). Sie können hier das Impressum Ihrer Webseite übernehmen.

Wer schreibt wann was?

Sind die Formalitäten erledigt, kann es mit dem Befüllen der Seite losgehen. Hierbei sollten Sie vorher einige wichtige Aspekte festlegen: Einerseits die Frage danach, wer Posts auf der Seite schreiben soll und in welchem Stil. Und andererseits welche Themen überhaupt präsentiert werden sollen.

Ansprechend ist sicher ein guter Mix aus kurzen, informativen Posts über Produkte, ein Einblick in die Abläufe der Firma sowie in das Team, Hinweise auf Angebote und Aktionen, Neuigkeiten aus allen Bereichen oder auch mal ein Blick hinter die Kulissen auf Besonderheiten und Kuriositäten.

Worauf es ankommt ist ein einheitlicher Stil und Tonfall der Posts. Marktschreierische Beiträge oder reine Werbetexte werden von den Fans meist nicht beachtet. Genauso wenig werden lange Texte auf Facebook gelesen, fassen Sie sich daher kurz und verlinken Sie, wenn möglich, auf weitere Informationen auf Ihrer Webseite. Interessant geschriebene, kurze Posts, die die Nutzer mit einbeziehen, rufen Interaktion und Feedback hervor. Legen Sie auch fest, ob die User geduzt werden oder nicht und halten Sie sich dann auch immer daran.

Fotos und Videos

Wenn möglich bebildern Sie Ihre Posts mit Fotos oder setzen Sie sogar Videos ein. Das erhöht zum einen die Aufmerksamkeit beim User, der sich durch seine Timeline bewegt und dem Ihr Post aus allen Neuigkeiten heraus ins Auge stechen soll. Zum anderen benutzt Facebook einen eigenen Algorithmus, mit dem festlegt wird, welche Beiträge einem Nutzer angezeigt werden. Fotos und Videos sorgen genauso wie Links dafür, dass ein Beitrag schneller durch diesen Filter rutscht und beim User ankommt. Reine Text-Posts werden von Facebook als nicht so relevant eingestuft.
Auch hier noch einmal der Hinweis, dass Sie bei Fotos und Videos immer der Rechteinhaber sein müssen bzw. Ihnen eine Erlaubnis des Urhebers vorliegen muss. Benutzen Sie auf keinen Fall Fotos, die Sie irgendwo im Internet finden. Das kann teure Abmahnungen zur Folge haben.

Nicht zu unterschätzen ist die Regelmäßigkeit Ihrer Einträge auf der Unternehmensseite. Überlegen Sie, wie oft sie etwas posten möchten und auch können. Schließlich muss neben der Kapazität der Mitarbeiter auch immer ein ansprechendes Thema für einen Facebook-Post vorliegen. Dieser Aspekt wird häufig nicht bedacht. Machen Sie sich eine Liste an Themen, die Sie bei Facebook präsentieren möchten. Dazu zählen auch interessante Veranstaltungen, auf die Sie hinweisen möchten genau wie wichtige Daten in Ihrem Unternehmen (Jubiläum, etc). Eine gute Taktzahl sind zwei Posts in der Woche. Wichtig ist, dass eine Regelmäßigkeit zu erkennen ist und nicht eine wochenlange Pause entsteht. Das bestrafen nicht nur die Fans mit Desinteresse, sondern auch der Algorithmus von Facebook, der Ihre Posts möglicherweise nicht mehr so häufig anzeigt.

Haben Sie Geduld

Einen Tipp für die eigene Unternehmensseite möchte ich Ihnen noch zum Schluss geben: Haben Sie Geduld! Wenn Sie eine Seite einrichten, wird es einige Zeit dauern, bis sich die ersten Fans mit der Seite verknüpfen.

Natürlich können Sie Bekannte einladen, Fan Ihrer neuen Seite zu werden. Trotzdem kann es in den ersten Monaten zäh sein, neue Kontakte zu gewinnen und die Zahl der Fans wird nur langsam wachsen. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Posten Sie unbedingt weiter regelmäßig und nehmen Sie Ihre Facebook-Seite auch in andere Kommunikationskanäle mit auf.

Beispielsweise können Sie einen Hinweis in Ihre E-Mail-Signatur schreiben oder Ihre Facebook-Adresse auf Firmenwerbemittel drucken. Bleiben Sie am Ball, dann wird sich der Erfolg der Seite mit der Zeit einstellen. 

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Barbara Kawa

ist Online-Redakteurin und Social Media Managerin bei ams - Radio und MediaSolutions und beschäftigt sich mit allen Themen im und rund ums Web.