E-Mail Marketing Tools – was sie können, was sie kosten

Von Henrike Dibbern, veröffentlicht am 28.02.2017
Handwerker mit Werkzeuggürtel und Imbusschlüssel

Eines vorneweg: Was diese Übersicht nicht leisten kann, ist es, alle Anbieter zu nennen. Ebenso können wir nicht so etwas wie einen Testsieger küren. Denn jedes Programm spricht mit seinen Funktionen eine eigene Zielgruppe an.

Außerdem soll die E-Mail Marketing Software Ihrer Wahl zum täglichen, gern genutzten Werkzeug werden – und das gelingt nur, wenn sie sich in Ihren Workflow integriert und Sie auch gerne damit umgehen. Wie wohl Sie sich mit einer bestimmten Nutzeroberfläche und Bedienlogik fühlen, ist ebenso wichtig wie es objektiv nicht messbar ist.

Dennoch möchten wir Sie auf einige grundsätzliche Faktoren aufmerksam machen, die Sie bei der persönlichen Bewertung der passenden Software beachten sollten. Damit können Sie die Auswahl sinnvoll einschränken und anschließend testen, womit E-Mail Marketing für Ihr KMU am besten unterstützt wird.

Betriebssystem

Mac oder PC? Das ist für so manche Arbeitsumgebung eine Glaubensfrage, die sich bei Software für das E-Mail Marketing bei KMUs in den meisten Fällen nicht stellt: Ein Großteil der Tools arbeitet cloud-basiert und ist damit von überall und auf allen aktuellen Rechnern zugänglich.

Der Nachteil: Die Kunden-Adressdaten werden auf den Servern des Anbieters gespeichert (siehe "Serverstandort").

Der große Vorteil: Der gesamte Newsletter-Verkehr wird ebenfalls über diese Server abgewickelt. Sie sparen sich also Rechnerzeit, Administratorenkosten sowie die Einrichtung eines eigenen Mailservers – und: Seriöse Anbieter bieten „Whitelisting“, werden also von den Internet-Providern nicht als Spamserver blockiert.

Sprache Ein nicht unerheblicher Faktor: Zwar kann man sich schnell an eine englische Programm-Oberfläche gewöhnen, aber gerade wenn es schnell gehen muss (und muss es das nicht immer?), kann eine deutsche Lokalisierung hilfreich sein. Eine deutschsprachige Umsetzung ihrer grafischen Benutzerschnittstelle GUI bieten zum Beispiel:

CleverReach, Clever Elements, flatrate-Newsletter, Newsletter2go, Backclick, Sharpspring Mail+, eyepin, mailworx, sitepackage://, mail2many, Klick Tipp, rapidmail

Serverstandort

E-Mail Marketing wird von einigen Vorschriften und Gesetzen im Sinne des Verbraucher- und Datenschutzes reglementiert. Da finden es zahlreiche Anwender hilfreich, wenn die Server des Software-Anbieters in Deutschland stehen. Somit ist schon mal auf Anbieterseite eine gewisse Sicherheit hinsichtlich der Anwendung deutscher Gesetze gegeben.

Unter anderem die folgenden Anbieter betreiben ihre Server in Deutschland:

Clever Elements, rapidmail, CleverReach, Newsletter2go

Landing Page-Erstellung

Landing Pages sind ein beliebtes Mittel, um Adressen zu sammeln und qualifizierte Leads zu generieren; zum Beispiel mit einer Aktionsfläche, mit welcher der Betrachter einen Newsletter abonniert.

Der Anbieter GetResponse bietet ein Tool, mit dem direkt eine solche Landing Page erstellt werden kann. Adressgewinnung und Mailversand werden damit in einem Tool vereint.

Kampagnenarten

Es gibt zahlreiche Arten von Kampagnen: Etwa einzelne Newsletter oder regelmäßige E-Mails. Auch ist es zum Beispiel möglich, eine Serie von E-Mails automatisiert und nach vorher festgelegten Plan an eine Verteilergruppe zu versenden. Ebenfalls interessant: Die Möglichkeit, innerhalb einer Kampagne zwei verschiedene E-Mail-Entwürfe mit ähnlichem Inhalt zu versenden. So lässt sich auswerten, welcher Entwurf besser funktioniert hat (A/B-Vergleich).

Die meisten Anbieter von E-Mail Marketing Software verstehen sich auf unterschiedliche Kampagnenarten; es kann aber auch sein, dass gerade diese Funktionsvielfalt mehr ist, als Sie benötigen. rapidmail etwa konzentriert sich, ganz seinem Namen entsprechend, auf Vorlagenvielfalt und schnelle, einfache Bedienung für klassische Kampagnen.

Kosten

Die Entscheidung, welches E-Mail Marketing Programm das richtige für Ihr KMU ist, hängt auch davon ab, was es kostet. Ein Vergleich ist jedoch gar nicht so einfach - schon die Finanzierungsmodelle sind unterschiedlich. So gibt es Prepaid-Lösungen, die sich besonders für einzelne Kampagnen eignen, sowie Abonnements, welche jeweils abhängig von der Zahl der Empfänger sind. Zusätzlich besteht bei vielen Anbietern die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl an Mails gratis zu versenden.

Mit dem Newsletter Kostenrechner können Sie sich einen Überblick über den Anbietermarkt und die Kosten verschaffen.

Weil aber E-Mail Marketing grundsätzlich sehr preiswert ist, erscheint es ratsam, nicht ausschließlich auf den Preis zu achten. Seriöse Anbieter geben Ihnen stets die Möglichkeit, die Software zunächst kostenlos zu testen.

Quellen / Links


Der Markt für E-Mail Marketing Software, die sich an KMUs wendet, ist groß. An dieser Stelle können wir gar nicht allen Aspekten gerecht werden. Wir empfehlen für Ihre eigene Recherche deshalb unter anderem folgende Seiten, von denen auch einige der oben genannten Informationen stammen:

Emailtooltester.com, Content-Marketing-Star, T3n.de

Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Wir hoffen, dass dieser Blogpost Ihnen dabei hilft.

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Henrike Dibbern

studierte Soziologie, Politik- und Verwaltungswissenschaft. Seit 2014 arbeitet sie als Redakteurin in einer Marketingagentur.