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Der optimale Radiospot

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 4.12.2015

der-optimale-radiospot2Erfahrene Marketer wissen: Hörfunkwerbung erzielt eine enorme Reichweite und überzeugt zusätzlich durch einen recht geringen Kostenaufwand.

Um wirklich zu zünden, muss dabei natürlich auch der Spot selbst erste Sahne sein. Der optimale Radiospot: Was macht ihn aus?

Folgende Tipps helfen Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Radiowerbung.

Rund 80 Prozent aller Deutschen schalten täglich das Radio ein. Sei es am Frühstückstisch, während der Fahrt zur Arbeit bzw. zum Einkaufen oder bei der nachmittäglichen Hausarbeit.

Da das Wechseln des Senders bei Werbeunterbrechungen, anders als beim Fernsehkonsum, kaum eine Rolle spielt, werden beinahe genauso viele Menschen jeden Tag aufs Neue Hörer verschiedenster Radiospots.

Während sich manche dieser Spots dauerhaft in den Köpfen der Verbraucher festsetzen, fallen andere bereits nach kurzer Zeit dem allgemeinen Vergessen anheim. Doch was macht erfolgreiche Radiowerbung aus?

Zunächst einmal ist es essentiell, die eigene Zielgruppe und ihre Gefühlswelt genau zu kennen. Ältere Kunden bevorzugen eine andere Ansprache als jüngere, die Vorlieben von Männern unterscheiden sich von denen der meisten Frauen.

Definieren Sie auch unbedingt bereits im Vorfeld die Ziele, die Sie mit Ihrer Radiokampagne verwirklichen wollen.

Möchten Sie das eigene Image verbessern oder doch lieber den Abverkauf eines bestimmten Produkts in die Höhe treiben?

Jede Sekunde zählt!

Ist die Marschroute festgelegt, sollten Sie daran denken: Jede Sekunde zählt. Starke Hörfunkreklame punktet dabei in aller Regel bereits vom ersten Augenblick an.

Angesichts der Tatsache, dass ein Spot im Durchschnitt laut Statistik-Portal statista nicht einmal 22 Sekunden in Anspruch nimmt, ist das nicht verwunderlich. So genannte Kurz- oder Minispots kommen sogar mit lediglich fünf bis zehn Sekunden Dauer aus. Umso wertvoller ist daher jeder einzelne Moment.

Besonders wichtig ist dabei der Einstieg. Dieser sollte die Hörerinnen und Hörer sofort auf der Gefühlsebene erwischen und am Spot teilhaben lassen. Zum Beispiel durch Humor.

Nutzen Sie dabei die natürliche Stärke des Radios, indem Sie durch Geräusche Bilder in den Köpfen der Verbraucher entstehen lassen. Das kann je nach Branche ein knackender Keks oder das Knallen eines Sektkorkens sein.

Wie wird was gesagt

Was den Text für Ihren Spot angeht, gilt es zu bedenken, dass gerade beim Hörfunk jedes einzelne Wort ein gewisses Gewicht in die Waagschale wirft.

Dabei spielt es nicht nur eine Rolle was gesagt wird, sondern auch wie bestimmte Botschaften zum Ausdruck gebracht werden. Achten Sie daher auf Schlüsselwörter in Ihrem Spot.

Bestimmte emotional aufgeladene Begriffe sind dazu in der Lage, besondere Sinnesreize beim Hörer hervorzurufen. Wird auf diese Weise merklich gefühlsbetonter Content transportiert, wirkt sich das messbar auf die Empfindungen des potenziellen Kunden aus.

Bedenken Sie, dass ein einziges Wort zur richtigen Zeit wesentlich emotionaler wirken kann als die meisten Bilder, die wir in 08/15-TV-Spots zu sehen bekommen.

Die Stimme muss sitzen

Der Auswahl des Sprechers kommt eine besondere Bedeutung zu. Alter und Geschlecht spielen hier eine große Rolle, die Stimme muss schließlich zum Produkt passen, sonst wird der ganze Spot unglaubwürdig.

Eine tiefe, rauchige Männerstimme passt sicher sehr gut zu Whisky. Für Nagellack ist sie weniger gut geeignet.

Sie brauchen dabei nicht unbedingt die teuren Dienste eines Prominenten für sich in Anspruch nehmen. Dennoch sollte die Stimme sicher und professionell im Radio wirken.

Deutliche Markenpräsenz

Egal, was Sie mit Ihrem Radio-Spot genau bezwecken möchten. Eine Konstante bleibt in allen Fällen stabil. Und die betrifft Ihre Marke.

Diese muss über den gesamten Spot hinweg stets in irgendeiner Form präsent sein. Die lediglich einmalige Erwähnung der beworbenen Marke reicht im Bereich der Hörfunk-Reklame nicht aus.

Es macht wenig Sinn, hier eine Mindestanzahl zu nennen. Viel wichtiger ist im Hinterkopf zu behalten, dass der gesamte Spot von der Marke bzw. dem Produkt bestimmt werden sollte.

Der Mediaplan

Selbstverständlich ist auch die Zeit ein wichtiger Faktor, der am Ende über das Gelingen Ihres Werbespots entscheidet. Und das in mehrfacher Hinsicht.

Überlegen Sie sich, wann Sie mit Ihren Spot on Air gehen möchten und planen Sie für die Produktion ausreichend Zeit ein. Es dauert, bis Sie den perfekten Sprecher für Ihr Unterfangen gefunden haben und wissen, welche Geräusche oder Jingels für Ihre Marke zum Einsatz kommen werden.

Vier bis acht Wochen sollten Sie in etwa für den gesamten Prozess von der Produktion bis zum ersten Sendetermin einplanen.

Wenn Ihnen eine Ausstrahlung bei einem öffentlich-rechtlichen Sender vorschwebt kann es schon einmal dauern, bis Sie aufgrund der zur Verfügung stehenden Kapazitäten einen guten Platz für Ihren Werbespot gefunden haben.

Fazit:

Beweisen Sie Mut zur Kreativität und spielen Sie bewusst die Gefühlskarte aus, um Ihren Radiospot auf Erfolgskurs zu bringen.

Nutzen Sie die Macht des Wortes und die Möglichkeit, durch den gezielten Einsatz von Akustik Bilder in die Köpfe der Konsumenten zu zaubern. Überstürzen Sie dabei nichts.

Auch für den perfekten Radiospot gilt: Gut Ding will Weile haben.

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Themen: Werbung

Melanie Schwarz

Von Melanie Schwarz,

ist Verkaufsleiterin und in der Kundenberatung eines Medienhauses tätig. Sie berät Marken und Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von multimedialen Kampagnen.

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