Das perfekte Audiologo – So klappt die Verbindung von Marke und Sound

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 24.01.2017
Nahaufnahme einer jungen blonden Frau, die an einem professionellen Mikrofon mit Windschutz etwas einspricht.

Im Vergleich zu grafischen Markenzeichen führen Audiologos auch heute noch ein relatives Schattendasein. Doch ihre Popularität wächst stetig und unaufhaltsam. Immer mehr Marketer setzen auf akustische Tools, die ihre visuellen Werbemittel sinnvoll ergänzen und abrunden und so insgesamt zu einem harmonischen, vollständigen Erscheinungsbild der Corporate Identity beitragen.

Das hierzulande wohl bekannteste Audiologo ist das der Deutschen Telekom, das seit vielen Jahren sämtliche TV- und Hörfunkkampagnen des rosa Telekommunikationsriesen abschließt. Einprägsam und unverwechselbar schallt es seither di di di diiii ding in die Ohren der Zielhörer.

Beinahe ebenso geläufig ist uns das Herzpochen, das Autobauer Audi als Audiologo verwendet.

Die akustische Identität

Prinzipiell kann für jede Firma ein passendes Audiologo komponiert werden. Dieses ist Teil der eigenen akustischen Identität. Größe und Branche des Unternehmens spielen dabei keine Rolle. Insofern gelten dieselben Mechanismen, die auch beim optischen Logo greifen.

Das Audiologo sollte dabei stets so angelegt werden, dass es als Basis des Corporate Sounds fungiert. Der Corporate Sound koexistiert neben dem Corporate Design und ist gemeinsam mit diesem Teil der Corporate Identity CI.

Auf Grundlage des Audiologos lassen sich dann später längere, oftmals gesungene Jingles entwickeln. Auch so genannte Musikbetten (Hintergrundmusik, die beispielsweise Videoinhalte untermalt) oder sogar ein eigener Unternehmenssong sind denkbar.

Mix aus Worten, Geräuschen und Musik

Wer ein neues Audiologo aus der Taufe heben möchte, sollte unbedingt der Versuchung widerstehen, das grafische Firmenlogo mehr oder weniger zu vertonen.

Ein gutes Audiologo besteht aus einem ausgewogenen, maßgeschneiderten Mix aus Worten – eventuell dem Firmenslogan – Geräuschen und Musik. Der Sound sollte zwar mit dem Erscheinungsbild harmonieren aber dennoch für sich eigenständig wirken und dabei unverwechselbar bleiben. Nur so kann das Audiologo später seine gesamte Wirkung entfalten.

Nehmen wir das Beispiel Radiowerbung: Da der Hörfunk als Nebenbeimedium konsumiert wird kann es sein, dass der eigentlich Spot mehr oder weniger untergeht, da der Hörer beispielsweise gerade unter der Dusche steht oder irgendwie anders abgelenkt ist. Wird am Ende des Spots jedoch das eingängige Audiologo einer bestimmten Firma gesendet, weiß der Hörer trotzdem welches Unternehmen eben beworben wurde.

Kraftvoll oder unterschwellig?

Das perfekte Audiologo ist aber nicht nur eingängig, es transportiert auch die richtigen Emotionen. Wer kraftvoll und dynamisch rüberkommen möchte tut gut daran, auf einen etwas lauteren Sound zu setzen. Unterschwellige Melodien eignen sich für Unternehmen, die insgesamt dezent wirken möchten. Ein gutes Audio-Logo lässt sich später auch variieren. Das bereits eingangs erwähnte Audiologo der Deutschen Telekom liefert den Beweis. Nur die Tonlage sollte später nicht mehr verändert werden.

Beinhaltet das Audiologo gesprochene oder gesungene Passagen ist dies bei der Auswahl des Sprechers oder der Sprecherin bzw. des Sängers oder der Sängerin zu berücksichtigen. Beim Castings selbst sollte also nichts überstürzt, sondern sorgfältige abgewogen werden. Nur so werden Sie mit Ihrem Audiologo als akustisches Marketing Tool lange eine Freude haben und hervorragende Ergebnisse erzielen. Am besten lassen Sie sich beim gesamten Prozess – sowohl bei der Konzeption als auch der Produktion – von einer Agentur oder einem Tonstudio in Ihrer Nähe helfen. Denn ein Audiologo ist das akustische Aushängeschild Ihres Unternehmens, da sollten Sie doch lieber Profis ans Werk lassen!

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Für das fertig produzierte Audiologo ergeben sich eine enorme Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Die Verwendung in einschlägigen Werbespots für TV, Hörfunk oder Kino liegt quasi auf der Hand. Aber damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht.

So eignet sich Ihr Audiologo unter anderem für die akustische Untermalung in der Warteschleife bzw. als Marker auf Ihrem Anrufbeantworter/in der Voice-Mailbox. Sie und Ihre Mitarbeiter können es als individuellen Klingelton benutzen. Ein gutes Audiologo eignet sich auch für Ihren Onlineauftritt. Es ist ein tolles Element in Ihrem Unternehmensfilm und macht auf dem Messestand eine ebenso tolle Figur wie bei diversen Firmenevents.

Fazit

Immer mehr Unternehmen setzen auf ein individuelles Audiologo und das aus gutem Grund: Als Basis der akustischen Identität trägt es nicht nur zu einer harmonischen CI bei, es sorgt auch dafür, dass Ihre Radio- und TV-Spots selbst bei ungünstigen akustischen Bedingungen zielführend bleiben. Darüber hinaus eignet es sich für viele weitere Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel als Klingelton oder als Element Ihres Internetauftritts. Widerstehen Sie der Versuchung lediglich das bestehende grafische Logo zu vertonen.

Lassen Sie vielmehr die notwendige Sorgfalt bei der Komposition Ihres Audiologos walten, damit es auch die Emotionen transportiert, mit denen Ihr Unternehmen verknüpft werden soll und das Audiologo seine volle Wirksamkeit entfaltet.

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Melanie Schwarz

ist Verkaufsleiterin und in der Kundenberatung von ams - Radio und MediaSolutions tätig. Sie berät Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von multimedialen Kampagnen.