Darum sollten Unternehmer auf Podcasts setzen

Von Katharina Schohl, veröffentlicht am 15.02.2022
Tasse mit Podcastfabrik-Logo

Die Frage, wie man einer völlig fremden Person erklären soll, wofür das eigene Unternehmen steht, welche Konzepte hinter dessen Erfolg stecken und warum es wert ist, mehr darüber zu erfahren, gibt es nicht nur im privaten, sondern vor allem auch im unternehmerischen Umfeld. Was also tun? Die Lösung ist simpel: Ein Podcast!

Podcasts geben Ihnen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen von einer ganz anderen Seite zu präsentieren. Diese Erfahrung hat auch TenneT gemacht, ein Übertragungsnetzbetreiber mit Sitz in Bayreuth, der sich die Expertise der Podcastfabrik zunutze gemacht hat. Wir haben mit Petra Nauland, Referentin Corporate Communications Public Affairs & Communications, darüber gesprochen, was sie zu diesem Schritt bewogen hat und warum es am Ende schließlich zwei Podcasts geworden sind.

Ein Übertragungsnetzbetreiber setzt auf Podcasts! Da stellt sich die erste Frage von selbst: Warum ist dieses Publikums-Medium so spannend für TenneT?

Unsere Stakeholder haben ein hohes Interesse an den Themen rund um die Übertragungsnetze und die Energiewende. Aber oft sind die Dinge nicht so einfach zu erklären. Daher ist es wichtig, mit auf den Podcast-Zug aufzuspringen, da das Medium immer wichtiger wird und enorm an Reichweitegewinnt. Wir erreichen damit deutlich mehr Menschen und neue Zielgruppen. Und vor allem bietet es uns die Möglichkeit, in ein Thema tiefer einzutauchen, eine umfassende Geschichte zu erzählen und die Menschen dahinter vorzustellen. Sobald ein Hörer auf den Player drückt, ist die Aufmerksamkeitsspanne deutlich höher, als man sich je bei einem Social Media Post oder Werbespot erträumen könnte.

Für die Produktion wurde ein passender Produktionspartner gesucht, die Wahl fiel schließlich auf die Podcastfabrik aus Bielefeld. Wie kam es zu der Kooperation?

Wir haben lange recherchiert und sind schließlich auf die Podcastfabrik gestoßen, da sie umfassende Erfahrung im Bereich Podcasts mitbringt und bereits viele Referenzen in den unterschiedlichsten Themengebieten vorweisen kann. Die Podcastfabrik versteht es, Podcasts einen eigenen Charakter zu geben – von flippig bis ganz wie es gebraucht wird. Und dabei immer professionell und ideenreich. Das hat uns gefallen und gefällt uns nach wie vor.

Die Partnerschaft mit dem Team von TenneT lief vom ersten Austausch an mit großem Respekt und besonderer Wertschätzung füreinander. In mehreren Workshops haben wir gemeinsam zielsichere Strategien und geeignete Konzeptionen für die zwei Audio-Produkte erarbeitet. Hand in Hand mit TenneT wurde die Produktion schließlich mit unseren Autoren und Produzenten realisiert und veröffentlicht.Podcastberater Matthias Milberg

Für Marketing- oder Recruiting-Abteilungen ist es oft ein großer Schritt in die neue Podcastwelt. Wie ist es gelungen, auch Kritiker von diesem innovativen Vorhaben zu überzeugen, wie konnte dabei auch die Expertise der Podcastfabrik genutzt werden?

Wir haben uns langsam an das Thema angenähert. Mithilfe von Workshops konnten wir erfolgreich zwei Podcastformate entwickeln. Wichtig war uns dabei, diese gleich gewinnbringend mit unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens zu verknüpfen. Sehr positiv fanden wir, dass Mitarbeitende der Podcastfabrik uns nicht immer das gesagt haben, was wir hören wollten, sondern uns aus ihrem Erfahrungsschatz heraus wertvolle Empfehlungen an die Hand gegeben haben. Das hat uns im frühen Entwicklungsstadium sehr gut geholfen und gestärkt, dass wir in die richtige Richtung laufen.

Vom Konzept bis zur fertigen Episode, die auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu hören ist, waren einige Meilensteine zu passieren und Widerstände zu überwinden. Was ist euch auf dem gemeinsamen Weg alles passiert, was sind die Learnings bisher?

Meine Learnings sind: Dran bleiben, Kommunikationskanäle gewinnbringend miteinander verknüpfen sowie Reporting der Erfolge.

Was habt ihr aus den ersten Podcast-Episoden gelernt und macht euch stolz?

Es ist uns gelungen, gleich in den ersten Episoden tolle Geschichten zu erzählen. Dabei sind wir besonders stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen, die sehr persönlich von ihrer Arbeit berichten. Durch den Moderator Simon wird eine tolle Atmosphäre geschaffen, sodass intime Momente entstehen, welche den Hörer dazu einladen weiterzuhören. Je mehr Folgen wir veröffentlichen, umso größer wird die Reichweite und das genau bei der Zielgruppe, die wir anvisiert haben. Ebenso erfreut uns das positive Feedback, das uns erreicht.

Aktuell hat die Zusammenarbeit zwei Formate hervorgebracht: Energie Dialog und Entlang des Stroms. Warum zwei Formate? Wo liegen die Unterschiede, wie ergänzen sie sich?

Jeder Podcast spricht eine andere Zielgruppe mit unterschiedlichen Interessensgebieten an. Das Podcastformat „Entlang des Stroms“ ist angelehnt an eine Reportage. Entlang des Stromflusses reist unser Reporter und kommt vor Ort mit Mitarbeitenden von TenneT ins Gespräch. Die Gäste sprechen über ihre Arbeitsbereiche, die man für gewöhnlich nicht kennt und dennoch ev. indirekt damit in Berührung steht. Es geht um die täglichen Herausforderungen beim Betrieb eines Übertragungsnetzes und um die Umsetzung der Energiewende ganz konkret.

Das Podcastformat „Energie Dialog“ ist im Stil eines Talks. Unsere professionelle Moderatorin Julia – als neutrale Instanz – bringt jeweils einen Experten von TenneT und einen Experten aus Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft zusammen und kitzelt in der Talkrunde spannende Gesichtspunkte der Energiewelt heraus. Dabei steht immer die Frage im Fokus: Wie wirken sich Entwicklungen, Trends oder Veränderungen auf die Gesellschaft und jeden Einzelnen aus. Beide Podcastformate ergänzen sich in idealer Weise: Wir greifen im „Energie-Dialog“ das Große und Ganze auf und sprechen über die konkreten Auswirkungen „Entlang des Stroms“.

Uns ist es bei diesem Podcastprojekt gelungen, auch in schwierigen Coronazeiten dank zahlreicher Calls und Videogespräche im engen Austausch zu bleiben und partnerschaftlich zwei großartige Formate zu entwickeln. Aus Sicht der Podcastfabrik war es entscheidend, mit Julia und Simon zwei perfekt passenden Hosts aus den Teams unserer Radiosender zu rekrutieren. Sie stellen die richtigen Fragen, führen authentische Gespräche und interessieren sich aufrichtig für die vielseitigen Themen der Energiewende. Parallel ist uns auch die ständige Optimierung der Formate wichtig. Dazu stehen wir im engen Austausch mit TenneT und nutzen alle moderne Reporting-Tools, um die Performance ständig im Blick zu behalten.Redaktionsleiter Joris Alexander Krug

Ein Podcast lebt davon, regelmäßig mit neuen Episoden bestückt zu werden und so immer wieder aktualisiert zu werden. Wie nachhaltig ist die TenneT-Strategie hier? Geht erstmal um ein Austesten der Chancen und Erfolge im Bereich Recruiting / HR, oder wird die Podcastproduktion langfristig als agiler Teil im Kommunikationsmix gesehen?

Die Podcastformate sind bereits jetzt fester Bestandteil in unserem Kommunikationsmix und die Themen werden uns nicht ausgehen. Wir wollen immer mehr Hörer damit erreichen und vor allem auch die Wünsche und Anregungen aufgreifen. Es ist uns wichtig, mit dem Feedback zu arbeiten, damit wir weiterhin im Flow bleiben. Vernetzung ist dabei das A und O.

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Katharina Schohl

hat viele Jahre bei Radio Herford gearbeitet und ist ausgebildete Redakteurin. Seit Mai 2021 ist sie bei ams - Radio und MediaSolutions als Online-Redakteurin tätig und betreut das Projekt „Marketing in Westfalen“. Sie beschäftigt sich mit vielen Themen im und rund ums Web.