Budget für Ihren Radiospot - wo können Sie sparen?

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 14.07.2016
Bargeld auf einem Holztisch, daneben ein Taschnrechner

Die Funkkampagne ist seit Monaten geplant, nur der Funkspot muss noch produziert werden. Dazu wurde im Vorjahr ein Budget festgelegt.

Inzwischen hat sich aber einiges geändert, jetzt muss gespart werden. Natürlich tritt zu diesem Zeitpunkt eine Verunsicherung ein und es stellen sich einige Fragen.

  • An welchen Parametern kann man bei der Spotproduktion sparen?
  • Ist der Spot dann schlechter?
  • Ist die Wirkung geringer?
  • Wird dadurch sogar die gesamte Radiokampagne in Frage gestellt?

Diese Fragen stehen dann ganz schnell im Raum und der betroffene Kunde möchte eine objektive Meinung zu dem Problem haben. Wir schauen für Sie hinter die Kulissen.

Was ist machbar, was ist sinnvoll und was ist tatsächlich nicht umsetzbar?

Wir starten zu Beginn jeder Produktion

1. Die Inhalte/der Text

Es gibt drei Möglichkeiten:

  • Konzept und Text wird dem Produktionsstudio angeliefert. Das setzt voraus, dass Sie eine Idee haben und sicher und erfahren genug sind, daraus einen Spottext für eine Radiowerbung zu machen.
  • Es gibt ein Briefing gemäß Zielsetzung und der Text muss von einem Texter, einer Werbeagentur oder dem Produktionsstudio, die in der Regel auch einen Fachmann engagieren, erstellt werden.
  • Konzept und Text ist im Preis der Produktion enthalten. Ein solches Komplettpaket wird von vielen Studios angeboten.

2. Sprecher

Profisprecher gibt es viele, männliche wie weibliche, die Auswahl ist dementsprechend groß. Die Preise sind gestaffelt, aber ab ca. 150 € ist ein Sprecher für ein definiertes Sendegebiet zu haben. Ist ein Dialogspot geplant, wird dementsprechend das doppelte Honorar fällig.

Hier besteht bereits Einsparpotenzial. Etwas teurer als "normale" Sprecher sind Synchronsprecher, mit denen Sie Ihren Radiospot von prominenten Stimmen von Holllywoodstars und anderen Größen sprechen lassen können. Zum Beispiel, wenn Sie Ihren Lieblingsschauspieler sprechen lassen wollen. Einige Kunden nutzen das sehr erfolgreich, denn bekannte und markante Stimmen erhöhen die Aufmerksamkeit und Wiedererkennung. Der Haken an der Sache: Die Honorare bewegen sich dann im vierstelligen Bereich. Beispielsweise wäre bei einer Planung mit der Stimme von Robert Redford oder Julia Roberts somit erhebliches Potenzial zum Sparen, wenn man auf eine “normale” Profistimme zurückgreifen würde.

Aber Vorsicht: Wenn man zu einem anderen Sprecher greift als ursprünglich geplant, muss die “neue” Stimme immer noch zum Inhalt und zum Spotkonzept passen. Dazu sollten Sie sich sicherheitshalber vom Produktionsstudio beraten lassen.

3. Musik

Musik ist das A und O im Funkspot. Sie emotionalisiert und unterstützt Inhalte, sorgt also für die richtige Wirkung. Zudem erzielt man mit gut gesetzten musikalischen Elementen die beste Wiedererkennung. Es gibt gemafreie Musik, die für kleines Geld zu haben ist.

Kostspieliger ist gemapflichtige Musik. Wenn Sie also Ihren aktuellen Lieblingssong in einem Spot verwenden möchten, so unterliegt diese dem Urheberrecht. Das Gleiche gilt für Musik, die eigens für Ihr Unternehmen oder Ihren Spot komponiert wurde. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie direkt bei der GEMA.

Bei Einsparungen kann hier auf jeden Fall eine Kostenschraube gedreht werden. Aber: Auch die Musik muss unbedingt zum Konzept und zum Text passen! Deshalb ist auch hier die Beratung durch die Produktionsfirma obligatorisch.

4. Lizenzen

Grundsätzlich sind bei den Produktionskosten immer Lizenzgebüren enthalten. Wenn der Spot nicht nur in einem, sondern in mehreren Sendegebieten ausgestrahlt wird, erhöhen sich die Lizenzkosten für den Sprecher, das gilt auch für die Musikauswahl.

Desweiteren erhöhen sich die Lizenzen, wenn der Spot auch im Internet genutzt wird, Sie also beispielsweise Ihren neuen Spot auf Ihre Webseite einstellen wollen. Die Nutzung im www erfordert andere Gebühren. Das gilt auch, wenn Sie mehr als die ursprünglich angedachten Sender belegen wollen. Jeder weitere Sender, bzw. bei Ausweitung des Verbreitungsgebietes erhöhen sich die Lizenzgebüren (die Lizenzkosten werden über den jeweiligen Musikverlag abgefragt).

Fassen wir noch einmal zusammen:

Es ist kein Problem bei der Produktion eines Funkspots Kosten zu sparen.

Es gibt vier Stellschrauben:

  • Konzept und Text
  • Sprecher
  • Musik
  • Lizenzen

Nutzen Sie die Kompetenz und Beratung eines Produktionsstudios. Die Ansprechpartner werden Ihnen die richtigen Tipps und Möglichkeiten aufzeigen, dann klappt das auch mit der Wirkung der Funkkampagne trotz Kostenreduzierung beim Radiospot.

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Melanie Schwarz

ist Verkaufsleiterin und in der Kundenberatung von ams - Radio und MediaSolutions tätig. Sie berät Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von multimedialen Kampagnen.

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