Augmented Reality als Werbeköder in Apps?

Von Marlen Brummel, veröffentlicht am 07.12.2016
Frau schaut auf Smartphone mit Augmented Reality im Display

Was genau ist Augmented Reality?

Mit dem Begriff Augmented Reality, kurz AR, scheint der Großteil der Menschen erstmal nichts anfangen zu können. Dabei sind die meisten der Umsetzung im Alltag bereits vor Jahren mehrfach begegnet – ohne darüber nachzudenken, hat man sich daran gewöhnt, dass sich in Sport-Liveübertragungen wie zum Beispiel Ski oder Fußball weiße (Abseits-) Linien befinden. Plötzlich waren sie da, doch großartig hinterfragt hat man sie nicht.

Auf die Frage, was Augmented Reality eigentlich ist, wünscht man sich eine Antwort, die nicht zu technisch ist und auch Laien begreifbar macht, was AR ist und kann. Die Antwort darauf ist so wenig konkret wie Augmented Reality greifbar ist: Sie ist eine Einblendung von Filmsequenzen und Gegenständen in Videomaterial oder das Kamerabild, das man beim Blick durch die Smartphone-Kamera hat. Oftmals wird AR auch mit dem Begriff "erweiterte Realität" übersetzt.

Augmented Reality passiert live

Im Gegensatz zu bearbeiteten Filmen, wird das Filmmaterial bei AR in dem Moment verändert, in dem es aufgenommen wird und nicht – wie bisher üblich – durch Nachbearbeitung. Dieses Phänomen geschieht mit einem Algorithmus in der App, beziehungsweise der Kamera, die erkennt, wo und wann etwas ins Bild eingearbeitet werden muss.

Augmented Reality Apps: Wie kommt AR in die App? Und was kostet es?

Der oben genannten Algorithmus kommt einer Art Schablone gleich, die man sich aus einer Bibliothek von Schablonen aussuchen kann – je nachdem, was für ein Effekt in der eigenen App gewünscht wird.

Die App-Software wird um ein AR-Programmiergerüst erweitert, welches je nach Anforderung um individuelle Features angepasst werden kann. Firmen wie zum Beispiel Wikitude haben sich darauf spezialisiert.

Wer sich entscheidet AR in die eigene App einzubetten, muss mit monatlichen Kosten von mind 600 bis zu 2.000 Euro rechnen - je nach Komplexität und Können der Anwendung.

Warum Augmented Reality in die eigene App integrieren?

Wenn Sie sich fragen, ob es überhaupt Sinn macht, AR-Anwendungen in die eigene App zu intgerieren, sollten Sie sich folgender Aspekte bewusst sein:

  • Hohe Nutzerzahl: Jeder, der ein Smartphone hat und damit umgehen kann, ist in der Lage Augmented Reality  ohne detaillierte Erklärungen zu nutzen. Damit ist die Anzahl der potentiellen Nutzer schonmal sehr hoch.
  • Imagefaktor: Augmented Reality ist neu und aktuell ein großer Hype und kann natürlich das Image der Firma modernisieren.
  • Lebensdauer: Auf die Frage, welche Lebensdauer Augmented Reality hat, kann es bis dato keine eindeutige Antwort geben. Sie ist ein interessantes Gadget und bietet Firmen sicherlich Aufmerksamkeit, jedoch ist sie gleichzeitig auch teuer in der Wartung.
  • Brand fit: Als Marketing-Strategie muss sie definitiv zum Unternehmen passen. Überlegen Sie vorher, inwiefern sich Ihr Produkt, Ihre Marke mit AR anreichern lässt. Beziehen Sie unbedingt die PErspektive der Nutzer ein. Nur so behalten die Anwendungen einen dauerhaften Mehrwert, so dass sich die Anschaffung am Ende auch finanziell rentiert

AR Apps im Praxiseinsatz

Das aufsehenerregende an AR und die Spiellust der potentiellen App-Nutzer machen sich selbstverständlich sämtliche führende Unternehmen zunutze. Noch ist AR neu, der Ideenpool ist  unausgeschöpft, die Smartphone-Nutzer sind nach wie vor sehr neugierig, die Technik auszuprobieren.

Zwar gibt es in dieser Region noch nicht so viele Anwendungsbeispiele, jedoch könnte sich das mit all den vorangehenden großen Firmen bald ändern. IKEA , Mercedes, Starbucks, Die Deutsche Bahn und adidas– Sie alle haben AR in ihren Apps für sich entdeckt.

Schauen Sie sich die Beispiele an. Vielleicht erwägen auch Sie es hinterher, AR kreativ im Unternehmen umzusetzen – und sei es nur aus dem Grund, Ihre Kunden zu erschrecken, wie dies ein bekannter Getränkehersteller in London gemacht hat.


Foto: pexels.com

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Marlen Brummel

hat in Paderborn einen 2-Fach-Bachelor in Germanistische Sprachwissenschaft und Deutschsprachige Literaturen erlangt und ist freiberufliche Werbetexterin