Akustische Markenführung oder Corporate Sound

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 12.12.2017
Mann sitzt im Sessel mit Kopfhörern auf den Ohren.

Wenn ich Ihnen jetzt einige Beispiele nenne, werden Sie sofort wissen, was ich meine – wenn ich über akustische Markenführung spreche und in Ihrem Innern den „Corporate Sound“ hören. Die Telekom – als eines der ersten großen Unternehmen in Deutschland – hat es geschafft, dass man beim Erklingen des Corporate Sounds sofort weiß, um welche Marke, welches Unternehmen es sich handelt.

Auch die Automobilisten wie Audi und BMW arbeiten mit einem speziellen Sound, wenn ihr Logo als Abbinder den TV Spot beendet. Da kann man auch schon mal neidisch werden, wenn ein paar Töne, eine so enorme Wirkung haben. Aber gehen wir noch einmal einen Schritt zurück.

Jedes Unternehmen verfügt über einen Schriftzug oder ein Logo. Bei der Erstellung des Logos wurde über Farbe, Schrift und Größe nachgedacht. Das Ergebnis soll zum Unternehmen passen, gegebenenfalls soll das Logo bereits einige Eigenschaften des Unternehmens widerspiegeln, es ist individuell für Ihr Unternehmen gestaltet worden.

Wenn ein Kunde das Logo sieht, weiß er im besten Fall, welches Unternehmen dahinter steht, kann Produkte zuordnen und Qualität und Preis einschätzen. Das ist die visuelle Seite der Corporate Identity. Die Komplettierung Ihrer Firmenidentität liegt dann in der akustischen Darstellung der Marke. Corporate Sound ist der nächste Schritt, wenn es darum geht, einer Marke zu einem gesamtheitlichen Auftritt zu verhelfen. Warum ist das wichtig?

Das Gehirn kann das, was das Ohr aufnimmt, viel schneller verarbeiten als das, was das Auge sieht. Außerdem verbindet der Mensch mit Musik und Geräuschen Emotionen und Emotionen gehen schneller und bleiben länger im Kopf als andere Dinge, die wir aufnehmen.

Und noch ein Argument spricht für die Akustik. Das Ohr kann man nicht abstellen. Das Ohr ist immer auf Empfang, auch wenn man nicht zielgerichtet hört! Diese Fähigkeit sollte sich ein Unternehmen zu Nutze machen. Wenn Sie sich dazu entschließen ein Soundlogo zu nutzen, stellt sich die Frage nach dem wie und was.

  • Was passt zu meinem Unternehmen, wie aufwendig muss oder darf die Melodie, der Klang oder die Töne sein?
  • Reicht ein Geräusch oder eine Musik?
  • Und wer macht das für mich?

Alle diese Fragen beantwortet Ihnen ein Ton- oder Produktionsstudio. Was sich für Ihr Unternehmen oder Ihre Marke am besten eignet, sagen Ihnen die Fachleute nach einem Briefinggespräch. Eine genaue Einschätzung über das Unternehmen, Einstellung, Philosophie, Ausrichtung, bestimmte Adjektive, die unverkennbar mit Firma, Produkten oder Marke verbunden sind, helfen das Soundlogo zu entwickeln und die akustische Markenführung zu erstellen.

Und lassen Sie sich inspirieren. Die Fachleute haben diverse Beispiele, sicher auch aus Ihrer Branche. Hören Sie sich einige an, und überlegen Sie, welche Attribute Sie mit diesen Unternehmen verbinden. Auf diese Weise weiß man sicher, was man nicht möchte. Alles andere machen – wie bereits erwähnt – die Profis.

In einigen Fällen kann man auf bestehendes Material zurückgreifen und manchmal bedarf es einer individuellen Komposition. Für die Fachleute ist es eine sehr spannende Aufgabe  ein Corporate Sound zu entwickeln und dem Kunden das finale Ergebnis zu präsentieren.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wo setze ich die neue Errungenschaft denn ein? Je nach Größe und Ausrichtung des Unternehmens gibt es diverse Möglichkeiten:

  • auf der Website, beim Öffnen oder zur Begrüßung
  • am Telefon
  • Anrufbeantworter
  • Handyansage
  • Telefonwarteschleifen, Telefonansagen
  • Beginn und/oder Ende von Funk-, TV- und Kinospot
  • bei Messen und Events
  • im Verkaufsraum
  • auf dem Youtube-Channel

Neugierig geworden? In unserem neuen Whitepaper “Wie Sie Ihre Marke über die Ohren in die Köpfe bringen” finden Sie weitere Details und Informationen rund um das Thema Corporate Sound. Und einen Tipp habe ich noch, achten Sie doch mal auf Sound Logos, die Ihnen Tag für Tag begegnen. Sie werden sich wundern, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie diese akustischen Sounds zuordnen können.

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.