Abverkaufswerbung – der Klassiker der Radiowerbung

Von Melanie Schwarz, veröffentlicht am 03.01.2017
Eine Frau mit Sonnenbrille und mehreren bunten Einkaufstaschen fährt in einem Einkaufszentrum eine Rolltreppe hinauf.

Sie möchten ganz gezielt den Absatz eines bestimmten Artikels aus Ihrer Produktpalette in die Höhe treiben? Dann ist die sogenannte Abverkaufswerbung das Mittel der Wahl. Im Gegensatz zur Marken bildenden Werbung setzt sie nicht auf die langfristige Kundenbindung, sondern auf den schnellen Erfolg. Im Idealfall lässt sie den Absatz der beworbenen Waren geradezu in die Höhe schnellen. Auf diese Weise können zum Beispiel Lagerbestände in kurzer Zeit reduziert werden.

Abverkaufswerbung appelliert nicht an Kundentreue und Markenbindung, sie setzt auf bestimmte Kaufanreize. Hier handelt es sich oft um großzügige Rabatte oder andere Preisvorteile. Überspitzt formuliert lautet das Motto: Alles muss raus! Auch deshalb haftet der Abverkaufswerbung mitunter ein gewisses Marktschreierimage an.

Vorteil für den Hörfunk

Bei der Suche nach dem richtigen Werkzeug für die eigene Abverkaufswerbung sticht der Radiospot schnell hervor: Hier kann der Hörfunk all seine ureigenen Stärken zugunsten des Marketers ausspielen.

Bereits die blanken Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut der ma 2016 Radio II hören 57 Millionen Deutsche täglich Radio – und das im Durchschnitt etwa 242 Minuten, also mehr als vier Stunden lang. Dabei befindet sich der Hörfunk im Aufschwung, denn im Gegensatz zu anderen klassischen Medien verzeichnet er weiterhin Zuwächse.

Interessant ist noch ein weiterer Fakt: Gerade bei der Autofahrt ist der Hörfunk für viele Verbraucher das Mittel der Wahl. Ein Vertreter ihrer Zielgruppe lauscht auf dem Weg zum nächsten Einkaufszentrum gerade ihrem kürzlich für den Abverkauf produzierten Radiospot? Bingo, Sie haben gewonnen!

Wirksamer Call-to-Action

Ein ideales Szenario sieht also wie folgt aus: Der potenzielle Käufer fährt mit dem PKW in das Geschäft seiner Wahl, hört eben noch Ihren Spot und legt das beworbene Produkt wenige Momente später auf das Förderband an der Kasse. Es ist Ihnen also mit Ihrer Abverkaufswerbung im Radio gelungen, den Konsumenten zu aktivieren und direkt zu Ihrem Artikel zu führen.

Die Ursache für diesen Mechanismus ist der im Radio besonders wirksame Call-to-Action. Und dieser funktioniert keineswegs nur über die Rabatt-Schiene. Auch ein Produkt, dass nur kurze Zeit verfügbar ist, will schnell gekauft werden.

Immer mit von der Partie

Natürlich ist es perfekt, wenn der Kunde Ihre Radiokampagne hört, während er ohnehin bereits in bester Kauflaune ist. Besser lässt sich ein Kaufimpuls nicht setzen. Doch ein solches ideales Szenario ist für den Erfolg Ihrer Maßnahme gar nicht zwingend notwendig. Das besondere am Hörfunk ist nämlich, dass er praktisch immer mit dabei ist. Beim Frühstücken, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Staubsaugen. Radio begleitet die Menschen durch den Alltag.

Und Radio kann noch mehr. Sie kennen den Slogan: „Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf“? Genau so ist es. Gute Hörfunkreklame zaubert Bilder im Kopf der Verbraucher, wenn sie nicht nur kreativ und kurzweilig, sondern auch auf der Gefühlsebene überzeugend wirken.

Lokal ist Trumpf

Lokale und regionale Sender sind übrigens naturgemäß besonders nah an ihrer Hörergruppe. Ein großer Pluspunkt für alle Marketer, die Wert auf einen guten Tausend-Kontakt-Preis legen. Nutzen Sie diesen Vorteil bei der Planung Ihrer kommenden Abverkaufswerbung!

Fazit: Abverkaufswerbung kommt immer dann zum Einsatz, wenn relativ kurzfristig der Absatz eines bestimmten Produkts in die Höhe getrieben werden soll. Dies geschieht durch das Setzen bestimmter Kaufanreize, etwa großzügiger Rabatte. Radiowerbung verfügt auf diesem Gebiet über gleich mehrere Trümpfe:

  • Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hört täglich den Lieblingssender, zum Beispiel im Auto.
  • Wer es schafft, die Zielgruppe mit einem sauber produzierten Spot auf dem Weg zum Einkaufen zu erwischen, hat praktisch den Jackpot gewonnen.
  • Sollte das nicht gelingen, ist aber auch nichts verloren. Schließlich geht Radio bekanntlich über das Ohr direkt in den Kopf.

Titelbild: pexels.com

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Melanie Schwarz

ist gelernte Kommunikationswirtin und arbeitete in Köln und Düsseldorf als Mediaplanerin in Mediagenturen. Es folgten leitende Funktionen im Bereich Mediaberatung u. a. in Wiesbaden bei Carat (Dentsu Aegis) als Unit Director. In OWL kamen Aufgaben als Key Account Managerin bei Bertelsmann, Anzeigenleiterin beim Delius Klasing Verlag und Verkaufs- und Projektleiterin im Medienunternehmen ams - Radio und MediaSolutions dazu.